Gesundheit

Rauchen und Süchte

Liebgewonnene Gewohnheiten

Viele Menschen in der heutigen Zeit gehen mindestens einer ungesunden Lebensgewohnheit nach, wie z.B. übermäßigem Essen, Kaffee, Rauchen, Alkoholgenuss. Diese Muster entstehen zunächst, weil man sich vielleicht etwas Besonderes gönnen möchte, abschalten, genießen, vergnügen, zu Ruhe kommen oder auch für intellektuelle Leistungssteigerungen. Dabei bedenkt man meistens gar nicht, dass man sich im Grunde eigentlich damit schadet. Nun gut, kein Mensch lebt heutzutage 100% gesund. Aber wenn dieses „sich etwas gönnen“ zur Gewohnheit wird, wenn es nicht mehr bewusst erlebt sondern vielmehr wie ein unbewusstes Ritual im Alltag integriert wurde, sollte man einmal schauen, ob sich hinter der lieb gewonnenen Gewohnheit vielleicht eine Sucht versteckt.

Gewohnheiten oder Sucht?

Sucht bedeutet Abhängigkeit, abhängig von Stoffen, Gefühlen oder Situationen. Ausdrücke wie: „Ich kann nicht ohne“, „Ich fühle mich leer“ oder „Ich habe keine vollständige Persönlichkeit, es fehlt was“, trifft man häufig an, und die Sucht ist dazu da, die Leere oder Ohnmacht zu füllen. Diese Lücke wird zwar zeitbegrenzt durch die körperliche Einnahme oder Handlung gefüllt, aber schon kurz nachdem der Körper die eingenommen Stoffe verarbeitet hat oder die Handlung beendet wurde, entsteht die Lücke wieder neu und fordert nach einer Wiederholung. Der Mechanismus der Abhängigkeit tritt ein. Sucht kann viele Gesichter haben. Nicht nur die Klassiker Nikotin-, Drogen- oder Alkoholkonsum sondern auch Medikamentenabhängigkeit, Essstörungen (z.B. Bulimie), Verhaltensstörungen (z.B. Kleptomanie, Neurosen, exzessiver Konsum) sind heutzutage in allen Gesellschaftsschichten zu finden.

Rauchen – Ein „Ex-gesellschaftsfähiger“ Suchtvertreter

Rauchen hat eine sehr lange Tradition in allen Gesellschaften, z.B. bei den alten Ägyptern sowie in der jüdischen und griechischen Kultur. Die Vorfahren der Indianer betrachteten den Tabak als Geschenk der Götter und als eine Möglichkeit mit ihnen in Kontakt zu treten. Die Medizinmänner trockneten die Blätter und entzogen ihnen somit das seelische Wasserelement. Durch das anschließende Verbrennen im göttlichen Feuer, verloren die Blätter das ebenfalls materielle Erdelement und stiegen als Luftelement in Form von Rauch wieder zu den Göttern auf – ein klassisches Opfer, welches heutzutage auch noch in anderen Kulturen wie z.B. bei den Hindus in Indien wiederzufinden ist. Auch im Christentum wurden von Beginn an Rauchrituale, u.a. mit Weihrauch, durchgeführt, die bis heute fester Bestandteil bestimmter Feierlichkeiten sind. Der Tabak wurde im Laufe der Geschichte immer wieder zum Symbol für Genuss, Luxus und Freiheit, zeitweise wurden ihm sogar große Heilkräfte zugesprochen.

Der große christliche Heiler Daskalos (Der Magus von Strovolos) sprach bei Süchten vom Erschaffen von Wesenheiten, sog. „Entitäten“. Diese ernähren sich von den Gewohnheiten des Süchtigen, z.B. vom Rauchen, und veranlassen diesen vermehrt dazu. Auch die Schamanen kennen diesen Mechanismus und trennen die Energiewesen vom Süchtigen, um sein Verlangen zu senken. Ist allerdings – wie meistens – ein Kompensationsmechanismus im Menschen vorhanden, muss zur richtigen Befreiung auch dieser aufgelöst werden, damit es nicht ein anderes, neues „Hobby“ in der Zukunft gibt.

„Hunde und Raucher müssen draußen bleiben“

Von der einstigen Begeisterung am Tabak ist heute nichts mehr zu erkennen. Die medizinischen Folgen des Tabakkonsums, die von Durchblutungsstörungen, Bronchitis bis zu Raucherbeinen und Lungenkrebs reichen, sind hinreichend bekannt. Auch das heutige Bild eines Rauchers ist vollkommen anders als die von der Werbung jahrelang viel gepriesene Freiheit und soziale Kontaktgarantie. Er steht alleine vor einem Gebäude oder Restaurant, manchmal eingesunken und zitternd vor Kälte, ausgeschlossen von der Gesellschaft wie ein Hund, der draußen bleiben muss.

„Ich muss schnell eine rauchen gehen“. Ein oft gehörter Satz, der die Situation eines Rauchers deutlich macht: auf der einen Seite das unbezwingbare Nikotinverlangen und auf der anderen Seite der zeitliche und soziale Druck, verstärkt durch die inzwischen schwindende Akzeptanz der „neuen Nichtraucher-Gesellschaft“. Zahlreiche Raucher, die einen gewissen Grad an Bewusstsein erfahren und leben, fragen sich irgendwann im Laufe ihres Raucherlebens: „Wie kann ich aufhören?“ Einige müssen dabei feststellen, dass es problematisch ist, ohne Hilfe diesen Schritt zu schaffen.

Gründe fürs Rauchen sind Gründe zum Aufhören

Rauchen steht nicht nur für Genuss, sondern auch mit dem Essen in direkter Verbindung. Das Nikotin beeinflusst den gesamten Verdauungsapparat, indem es u.a. den Stuhlgang anregt. Viele Raucher greifen deswegen gerne zur „Verdauungszigarette“. Auf die seelische Ebene übertragen fungiert hier die Zigarette als Symbol für das Loslassen von Altem und für Reinigung. Mit der Zeit geht dann ohne dieses Ritual am stillen Örtchen gar nichts mehr. Auch die Verdauungssäfte werden mit jeder Zigarette angeregt, unabhängig vom Essen. Der Magen schüttet aufgrund des Reizes Magensäure aus, anstatt Essen kommt jedoch nur ein wenig Rauch an, und die Magensäure greift mangels anderem die Magenwände an, was zu unhübschen Magen-, Zwölffingerdarmgeschwüren (Das sind Löcher, keine Wucherungen!) später dann vielleicht sogar zu Magenkrebs führen kann. Die viel bewährte Beruhigungszigarette deckelt so die nicht ausgelebten Emotionen oder Belastungen und „man frisst es in sich hinein“, bis es irgendwann den Körper auffrisst.

Ein Raucher kann Essen auch durch Rauchen ersetzen, ja sogar Liebe wird ersetzt. Zigaretten bedeuten für Raucher Lustbefriedigung und Süßigkeitenersatz, was sich positiv auf die Figur auswirkt. Weiterhin erhöht Rauchen den Stoffwechselgrundumsatz um 10%. Grund dafür ist vermutlich der Dauerstress des Körpers, denn die stetige Rauchvergiftung kostet den Körper große Energiemengen und führt so zu einer früheren körperlichen Erschöpfung. Um den Erschöpfungszustand durch das Nikotin aufzuputschen, raucht man dann die Nächste, und der Teufelskreis funktioniert bestens.

Nebenbei reduzieren sich durch die Überreizung des Rauches auch die Geruchs- und Geschmacksempfindlichkeit, aber auch der Seh-, Gehör- und Tastsinn werden in Mitleidenschaft gezogen. Durchblutungsstörungen von Gewebe und Haut können auftreten bis hin zu Netzhautschäden.

Kurzum: Der generelle hohe Energieverbrauch und die bedeutsame Sinnesabstumpfung spiegelt sich auch im Seelenempfinden wieder, man spürt weniger Energie, verliert ihre Sensibilität, stumpft ab. Gerade bei spirituell offenen und aktiven Menschen ist dies ein guter Grund, einmal ihre lieb gewonnenen Gewohnheiten zu überprüfen. Raus in die Freiheit!

Viele Raucher haben Schwierigkeiten, positive Motivationen für ihren Wunsch aufzuhören zu formulieren. Angst vor Krebs, ärztliche Empfehlungen oder ein ständig nörgelnder Partner werden oft genannt. Doch gerade die positiven Motivationsmöglichkeiten schaffen Raum und Kraft, diesen Schritt in Angriff zu nehmen.

Befragen Sie einmal Ihre Seele oder Ihr Unbewusstes dazu, es wird ihnen bestimmt gute Tipps geben. Denn: „Lösen Sie die Probleme die Sie kompensieren, löst sich das Verlangen auf!“ Machen Sie Ihr Unbewusstes zu Ihrem Partner, dann lösen sich auch andere verzwickte Situationen, aus denen vorher kein Ausweg schien. Teufelskreise wie Stress-Gelddruck-Arbeit-Zeitmangel u.ä. können auf völlig neue Art beleuchtet und durchbrochen werden. Auf solche Lösungen kommt man ohne sein Unbewusstes nicht. So kann man dann die Ausrede „geht nicht, weil ...“, auch hinter sich lassen und seine Freiheit zurückgewinnen.

Eine aktive Hilfe an Ihrer Seite

Im Zeitalter von Nichtraucherbüchern, Nikotinpflastern und Entspannungs-CD`s müsste es dem Raucher eigentlich leicht fallen, sein Laster jederzeit abzulegen und frei zu sein. Und doch liegt die Erfolgsrate nur bei ca. 10%. Warum schaffen es so viele nicht?

Zigarettensucht entsteht nicht nur im „Kopf“, man kann sie nicht nur mit „Vernunft“ oder „Einsicht“ bekämpfen. Sucht entsteht auch im Körper. Eine nicht ausgeglichene Biochemie, wie zum Beispiel ein Mangel an Aminosäuren sowie Mineralstoffen und Spurenelementen, fördert und fordert geradezu den Griff zur Zigarette. Daher sind bei einer dauerhaft erfolgreichen Raucherentwöhnung sowohl die Ernährungsgewohnheiten, die Biochemie des Körpers als auch die Psyche individuell zu berücksichtigen, wie zum Beispiel mit Hilfe der Vitalstoffkunde (Orthomolekularmedizin) und Hypnose. Ein persönlicher Ansprechpartner sowie individuelle Betreuung bieten zudem wertvolle Unterstützung in den kritischen Stunden und erleichtern den Weg in die neue Freiheit.

Ab wann wollen Sie frei sein?

Veröffentlicht in der Himmelsleiter-euregio Ausgabe November/Dezember 2006

Glückshormon Serotonin

Hat die Seele ein Immunsystem?

Viele Menschen werden mit den Einflüssen der beruflichen und persönlichen Umwelt schlecht fertig. Die Umwelt macht sie nervös und ängstlich. Da umweltverändernde Maßnahmen zumeist außerhalb des persönlichen Einflusses stehen, die Belastung also nur schwer zu verringern ist, gilt es, die gesundheitsschädigenden Wirkungen so niedrig wie möglich zu halten.

Durch ständige Überreizung des Nervensystems wird die Regulationskapazität des Organismus überschritten. Hinzu kommen eine artfremde Lebensweise mit Reizüberflutung (Lärm, Neonlicht, fernsehen, E-Smog am Schlafplatz), Bewegungsmangel, Sauerstoffmangel, Schlafmangel, Mangel an natürlichem Tageslicht und schlechter Ernährung. In unserem heutigen Informationszeitalter ist die Ernährung fürs Gehirn nicht mehr wegzudenken. Interdisziplinäre Verbindungen zwischen Psychologie, Hirnforschung, Präventivmedizin und Ernährungswissenschaft zeigen das Denken und Fühlen ganz entscheidend von unserer täglichen Nahrung beeinflusst werden. Eine Zentrale Rolle Spielt hier das “Glückshormon” Serotonin.

Serotonin wird vom Körper aus der Aminosäure L-Tryptophan hergestellt und ist als Neurotransmitter, Neurohormon und Gerinnungsfaktor überall im Körper zu finden. Ein geringer Serotoninspiegel ist ein Signal von Impulsivität, die zur Gewalt gegenüber anderen oder sich selbst führen kann. Bei unzureichender Tryptophanversorgung (z.B. durch falsche Kostzusammensetzung, anhaltenden Stress, und auch durch die Einnahme der Pille und von Amphetaminen) kommt es zum einem Serotoninmangel der mit unterschiedlichen Erkrankungen und Symptomen in Verbindung gebracht wird:

Depressionen, Schmerzempfindlichkeit, Fibromyalgie, Multiple Sklerose, Tinnitus, Herzinfarkt, Bulämie, Hyperaktivität, Reizbarkeit, Triebhaftigkeit, Schlafstörungen, Angst, vorzeitiger Samenerguss, starkes Verlangen nach Zigaretten, Alkohol, Süssigkeiten und exessiver körperlicher Betätigung.

Serotonin besitzt wahrscheinlich auch die Funktion eines „Kühlmittels“ für das Gehirn. Schnelle Temperaturanstiege und hohe Temperaturen führen dazu, das die Menschen „hitzköpfiger“ reagieren, da nicht mehr genügend Serotonin für andere Aufgaben zur Verfügung steht. Dies zeigt sich z.B. an besonders heißen Sommertagen am zunehmend aggressiveren Verhalten der Verkehrsteilnehmer.

Serotonin ist unter anderem ein Gegenspieler des Immunbotenstoffes Tumornekrosefaktor alpha!

Tumornekrosefaktor Alpha (TNFa) ist ein entzündungsfördernder Botenstoff, der maßgeblich am Amoklauf des Immunsystems beteiligt ist: Nach neuesten Erkenntnissen wird dieses Zytokin (Botenstoff des Immunsystems) bei chronischer Polyarthritis, Herzinfarkt, Morbus Crohn, MS und bei krankhaftem Übergewicht in erhöhtem Maß freigesetzt.

Zur Verbesserung des Serotoninspiegels ist eine Vollwertige Mischkost zu empfehlen, bei der ausschließlich komplexe Kohlenhydrate verzehrt werden sollen. Die Proteinversorgung sollte überwiegend durch pflanzliche Eiweisslieferanten, aber auch fermentierte Bio-Milchprodukte (liefern L-Tryptophan) und fetten Kaltwasserfisch (liefert zusätzlich Omega-3-Fettsäuren) abgedeckt werden!

Gut für den Serotoninstoffwechsel sind:

  • 5-hydroxy-L-Tryptophan (natürliche Serotoninvorstufe die aus einer bestimmten Hülsenfrucht gewonnen wird) und/oder die Aminosäure L-Tryptophan und ihre Synergisten: Magnesium, die Vitamine C, Vit. B 3, B6, Vitamin B1, B6, Folsäure und B12, Eisen, Kupfer, Zink und Lecithin (enthält Cholin und Inositol).
  • Johanniskraut und/oder Lichttherapie (unterstützt den Serotoninstoffwechsel - vor allem im Winter).
  • Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA) verbessern die Empfindlichkeit der Serotoninrezeptoren.
  • Weinen (vermindert das Stresshormon Cortisol und senkt damit den Bedarf an Serotonin).
  • Sich selbst und anderen Menschen Grenzen setzen (senkt den Serotoninbedarf).
  • Akupunktur, Massage, Rolfing
  • Tai Chi, Qi Gong, Yiquan, Meditation, Yoga, lachen, mäßige körperliche Betätigung bei Tageslicht

Schlecht für den Serotoninstoffwechsel sind:

  • Aspartam (Enthält die Aminosäure Phenylalanin die mit Tryptophan um die Resorption konkurriert!)
  • Koffein (Erhöht den Cortisolspiegel und damit auch den Bedarf an Serotonin.)
  • Fruchtzucker bei Personen mit Fruchtzuckertoleranz
  • Alkohol
  • Heisses Klima
  • Mangel an Tageslicht
  • Neonlicht
  • Elektromagnetische 50 Hz Wechselfelder
  • positive Ionisierung der Atemluft (elektronenarme Sauerstoffionen)
  • Psychodauerstress & mangelnde Psychohygiene
  • Dysbiosen

Osteoporose & Mikronährstoffe

Das sich selbst Praktiker aus Ernährungs-Medizin (die es eigentlich besser wissen müssten!) bei ihren Empfehlungen zur Ostheoporoseprophylaxe und Therapie immer noch auf das Quartett Calcium, Vit.D, Fluor und Hormone beschränken ist bedauerlich. Zum Teil wird hier sogar auf das falsche Pferd gesetzt.

In der gegenwärtigen Diskussion um die Prophylaxe und Therapie der Osteoporose kommt es zu einer unbegründeten Fixierung auf milchgebundenes Kalzium sowie Östrogene bei gleichzeitiger Überbewertung technisch apparativer Diagnostik. Das Problem bei den Kuhmilchprodukten ist, dass sie viel Eiweiß und Kalzium enthalten, aber wenig Magnesium und andere Basen. Länder mit dem geringem oder fehlendem Verzehr von Kuhmilchproduktenhaben interessanterweise sehr niedrige Osteoporoseraten. Hier macht sich wieder einmal bemerkbar, wie stark unsere (subventionierte) Milch-Lobby in Deutschland ist.

Die Essenzialität von Fluor ist noch nicht belegt. Deshalb kann auch hier (wie bei verschiedenenen bioaktiven Nahrungsbestandteilen) nicht von eigentlichen Mangelsymptomen gesprochen werden. Untersuchungen und Beobachtungen weisen jedoch auf ein zell- und immunschädigendes Potential von Fluor hin, das durch den möglichen Nutzen in Kariesprophylaxe und Osteoporosetherapie wahrscheinlich nicht aufgewogen wird.

Ob Östrogen primärer Faktor zur Verhinderung der Osteoporose darstellt muss angezweifelt werden. Tatsache ist, das dass stärkste Knochenwachstum vor der Geschlechtreife (ohne Östrogen!) zu verzeichnen ist. Mit der Gabe künstlicher Östrogene sind nicht unerhebliche Risiken verbunden wie höheres Thrombose- und Krebsrisiko. Phytoöstrogene (z.B. aus Soja: in Soymax) sind hier eine sinnvolle und nebenwirkungsfreie Alternative. Frauen, die nach der Menopause reichlich Tofu, Sojabohnen und andere Sojaprodukte verzehrten, haben eine höhere Knochenmasse als Soja-Verächterinnen. Das zeigte eine Studie am Toride Kyodo General Hospital in Ibaraki, Japan.

Neben Calcium ist auch eine ausreichende Versorgung mit Magnesium in der Therapie und Prävention der Osteoporose von Großer Bedeutung (z.B. für Vit.D-Stoffwechsel). Etwa die Hälfte des menschlichen Magnesiumbestandes sind im Skelett gespeichert!

Magnesium gehört zu den unerlässlichen Mineralstoffen, die bei einer gesunden Knochenbildung eine wichtige Rolle spielen. Gerade, weil die Magnesiumversorgung mit der heute üblichen Nahrung nicht ausreichend ist, kann häufig Calcium nicht in die Knochenmatrix eingebaut werden. Deshalb sollten Magnesium und Calcium immer in einem physiologischen Verhältnis supplementiert werden. Natürliche Quellen von Magnesium sind dunkelgrüne Blattgemüse, Obst, Nüsse und Mandeln.

Weniger bekannt ist, dass die Qualität der Knochen neben Kalzium und Vitamin D auch von der optimalen Versorgung mit den Vitaminen und Spurenelementen abhängt:

Vitamin K1 ist ein Cofaktor bei der Synthese von Hydroxyapatit, indem es die Umwandlung von Glutaminsäure in Gamma-Carboxy-Glutaminsäure katalysiert. Letztere Verbindung bindet in Osteocalcin die für die Osteosynthese unerlässlichen Calciumionen. Bakterien einer gesunden Darmflora wären in der Lage, ausreichend Vitamin K (K2) zu bilden. Antibiotika, aber auch bestimmte blutverdünnende Medikamente (Cumarinderivate - z.B. Marcumar) behindern eine regelgerechte Vitamin K-Bildung, bzw. sind Vitamin K-Antagonisten.

Eisen, spielt zusammen mit Vitamin C eine zentrale Rolle beim Einbau der Aminosäuren L-Lysin, bzw. L-Prolin welche für die endgültige Struktur des Kollagens von Bedeutung sind. Eisen ist ein essentielles Spurenelement, d.h. für eine körpergerechte Eisenversorgung sind wir auf Zufuhr mit der Nahrung angewiesen.

Zink ist an der Struktur von mehr als 200 Enzymen beteiligt. Darüber hinaus ist es unerlässlich für die Bildung von Insulin in den Beta-Zellen der Pankreas. Ein Zinkmangel induziert einen Insulinmangel und deshalb eine verminderte Aufnahme von Aminosäuren, z.B. bei der Knochensynthese. Zink ist, wie sämtliche Spurenelemente, ein essentieller Nahrungsfaktor.

Des weiteren hängt der Knochenstoffwechsel von Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kupfer, Mangan, Silicium, und Bor, welches sich reichlich in Nüssen und Beerenobst findet. Diese sind essentiell für den Stoffwechsel der Knochen.

Serotonin ist ein Neuropeptid des Zentralnervensystems. Neben anderen Aufgaben spielt es eine Rolle bei der Regulierung der Funktion von den Osteoklasten: Ein Serotoninmangel ruft eine erhöhte Osteoklastentätigkeit hervor. Weiterhin wird Serotonin in der Epiphyse bei der Synthese des "Schlafhormons" Melatonin benötigt. Dieses Hormon regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus. Ohne Melatonin, und demnach ohne genügend ausgeprägte Tiefschlafphasen, wird weniger Wachstumshormon ausgeschüttet. Serotonin wird im Organismus aus seinem Vorläufer, der essentiellen Aminosäure L-Tryptophan gebildet.

Homocystein ist nicht nur ein Risikofaktor für Artheriosklerose sondern beeinträchtigt auch die Quervernetzung von Elastin und Kollagenfasern und spielt auch bei der Osteoporose eine pathogenetische Rolle. Bei unzureichender Versorgung mit Folsäure, Vit. B12 und Vit. B6 steigt der Homocysteinspiegel.

Weitere Anwärter für den Kampf gegen die Osteoporose sind das Spurenelement Strontium, das Phytoöstrogen Ipriflavon und körpereigenen Stoffe wie Creatin und Glucosaminsulfat. Sie alle scheinen die Remineralisierung des Knochens wesentlich beschleunigen.

Knochenauf- und abbau findet ständig statt. Mit Hilfe der soeben besprochenen Elemente und Verbindungen und den notwendigen Bewegungsreizen wird Knochengewebe ständig erneuert.

Muskelkontraktion und die Einwirkung der Schwerkraft auf den menschlichen Körper sind fundamentelle Reize für die Knochenerneuerung. Untersuchungen von Larsson e.a. aus dem Jahre 1991 zeigten, dass eine sich rhytmisch wiederholende Belastung des Knochenapparates von ca. 2 Sekunden Dauer den optimalen Reiz für die Knochensynthese bildet, während kontinuierliche Belastungen oder rhytmisch wiederholende Belastungen von 60 Sekunden länger die Knochensynthese hemmen.

Auf den den Durchschnittsbürger übertragen sind demnach Reize, wie Spaziergänge, Nordic Walking oder Training auf einem Minitrambolin sie darstellen, optimal, während statische Belastungsphasen (Kochen am Herd, Bedienen in einem Geschäft) oder Sitzen einen Reiz mit negativen Auswirkungen darstellen.

Ernährungstypen

Bei dem Versuch, das Gesamterscheinungsbild eines Menschen zu beschreiben, findet man immer wieder Merkmale, die auch auf andere Menschen zutreffen. Mann konnte bisher dabei vor allem nach verschiedenen Typen des Körperbaus und Verhaltenstypen unterscheiden.

Wenn man die Medizingeschichte verfolgt stellt man fest, dass sich die Medizinschulen der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit bis hin zu Beginn des 20. Jahrhunderts an verschiedenen Temperament bzw. Konstitutionstypenmodellen des Menschen orientierten. Diese dienten dem Zweck, sich dem Individuum Mensch in beschreibbaren und nachvollziehbaren Kategorien zu nähern. Konstitution kommt von dem lateinischen Wort „constitutia“ = Beschaffenheit. Medizinisch kann die Konstitution als individuelle Eigentümlichkeit eines Menschen verstanden werden, die durch Erbanlagen und Umwelteinflüsse geprägt wird. Griechische, indische, chinesische u. tibetische Medizin stellten Persönlichkeitstypisierungen auf. Während sich die griechische Viertemperamentenlehre (Choleriker, Sanguiniker, Phlegmatiker und Melancholiker) in unserer Kultur einer ungebrochenen Tradition erfreuen konnte, haben die fernöstlichen Konzepte erst in jüngerer Zeit ihren Weg zu uns gefunden.

In den späten siebziger Jahren erhielt die jahrelange Diskussion, ob die Erbanlagen oder die Erziehung einen Menschen zu dem machen, was er ist, einen neuen Impuls. Die Ergebnisse der von einigen Molekularbiologen betriebenen Zwillingsforschung legten nahe, dass es hauptsächlich die Gene sind, die uns beeinflussen, das Umfeld dagegen nur eine Nebenrolle spielt. Wir sind sozusagen wie die Festplatte eines Computers, auf der die geerbten Daten unlöschbar gespeichert sind.

Lange bevor sich die genetische Vererbungslehre entwickelte, hatten Ärzte der traditionellen indischen Heilkunde (Ayurveda) bereits erkannt, dass bestimmte Erbmerkmale häufig gekoppelt auftreten: Dunkelhäutige Menschen mit dunklem Haar haben meist braune Augen und keine blauen, eine feste Muskulatur tritt in Verbindung mit schweren Knochen und straffem Bindegewebe auf und so weiter. Die ayurvedischen Wissenschaftler vermuteten, dass diese Zusammensetzung bestimmter Eigenschaften das natürliche Gleichgewicht und die Selbstregulation des menschlichen Organismus fördert.

Heute können Wissenschaftler Menschentypen aus aller Welt erforschen und wir wissen, dass kein Mensch einem anderen in Größe, Gestalt und Eigenarten völlig gleicht. So hat sich der Stoffwechsel der in Kanada und Grönland lebenden Inuit über Generationen daran gewöhnt, täglich Walspeck und damit gesättigte Fettsäuren in großen Mengen zu verdauen, ohne dass dies nachteilige Auswirkungen auf den Cholesterinspiegel hätte und die Arterien verstopfen würden. Der Nachteil dieser Ernährungsweise ist jedoch eine längere Blutungszeit bei Verletzungen und ein erhöhtes Osteoporoserisiko.

Ein anderes Beispiel geben die Chinesen: Die meisten von ihnen nehmen ihr Leben lang keine Milchprodukte zu sich, so dass sie nicht annähernd auf die empfohlene Tagesdosis von 1.000 mg Kalzium pro Tag kommen. Trotzdem hat China eine der niedrigsten Osteoporose Raten der ganzen Welt.

Viele Inder leben gesund mit einer vegetarischen Diät, die deutlich weniger Proteine enthält als die von westlichen Gesundheitsbehörden empfohlenen Mengen. Obwohl wir anders leben als unsere Urahnen (Fastfood, Computer, Kunstlicht, Zigaretten, Chlorchemie etc.), beeinflussen und steuern uns die damals entwickelten Merkmale noch immer. Die Tatsache, dass die Attribute, die einst unser überleben sicherten, ganz und gar nicht mehr zu unserem heutigen Lebensstil passen, erzeugt alle möglichen Probleme. Ein Beispiel ist die Furcht vor nicht existierenden Raubtieren, die an unseren cronisch erhöhten Adrenalin und/oder Cortisolspiegeln schuld ist.

Unser Körper funktioniert nach Gesetzmäßigkeiten, die in der Summe der biologischen Prozesse verankert sind. Dies soll an einigen Beispielen verdeutlicht werden:

Man spricht von einer anormalen radioaktiven Strahlung, der so genannten kosmischen Hintergrundstrahlung, die in Meereshöhe ungefähr 15 microSievert pro Stunde beträgt. Möglicherweise ist sie über Tausende von Jahren gleichgeblieben.

Vor den großen Wanderungen entwickelten sich viele Völker über Jahrhunderte innerhalb eines begrenzten Gebietes. Man ernährte sich von dem, was der heimatliche Boden hergab, und war wenig „neuartigen" Einflüssen ausgesetzt.

Man kann davon ausgehen, dass die meisten Bewohner der Niederlande biologisch auf die Verarbeitung von 15 microSievert pro Stunde programmiert waren. Radioaktive Strahlung ist eine Gammastrahlung und Gammastrahlen können unter anderem die Schleimhäute ernsthaft schädigen. Unser Körper synthetisiert bestimmte Enzyme (Katalase, Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase), um die Gammastrahlung zu eliminieren. In den Hochgebirgen von Tibet ist die kosmische Hintergrundstrahlung viel stärker, denn sie nimmt zu, je höher wir in die Atmosphäre steigen. Bei starker kosmischer Hintergrundstrahlung oder Gammastrahlung müssten mehr Enzyme produziert werden als bei geringer.

Blutuntersuchungen zeigten jedoch, dass sich der Organismus der meisten Niederländer nicht auf die erhöhte Gammastrahlung durch Produktion höherer Enzymspiegel anpasste. Der Spiegel der genannten Enzyme ist bei Tibetern, die schon Jahrhunderte, Generation um Generation in dieser Höhe lebten, viel höher ist als bei den Niederländern, die auf Meereshöhe leben. Mit anderen Worten: Der Körper passt sich offenbar an die Umstände an, braucht dazu aber sehr viel Zeit, das heißt viele Generationen.

Obwohl an sich nicht gefährlich, wirkt sich auch die ionisierende Strahlung, die von Bildschirmen ausgeht, negativ auf unsere Gesundheit aus, denn wir sind noch nicht darauf eingerichtet. Tausende von Jahren war unser Körper keinem Extra an ionisierender Strahlung ausgesetzt und nun, seit fünfzehn oder zwanzig Jahren sitzt jeder Stunden und Stunden nacheinander vor dem Bildschirm, der viel mehr ionisierende Strahlung abgibt, als einige Individuen bewältigen können. Ähnlich wie radioaktive Strahlung wirkt sich auch ionisierende Strahlung auf die Schleimhäute aus, wenn auch in geringerem Maße..

Die Evolutionsbiologie erörtert, wie bestimmte Merkmale in grauer Vorzeit entstanden und zur Sicherung des Fortbestandes der menschlichen Rasse weitergegeben wurden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Volkserbe.

Unter die Rubrik Volkserbe fällt z.B. auch, dass die Polynesier stärker zu Fettsucht neigen als andere Volksgruppen. Vor sehr langer Zeit wurden sie während ihrer ausgedehnten Schiffsreisen häufig von Hungersnöten gepackt, und wer etwas Fett auf den Rippen hatte, kam eher durch als magere Typen, anders als die Nordeuropäer, die aufgrund ihrer Eiszeiterfahrung besonders effektive Fettspeichermechanismen besitzen. Umgekehrt sind die Bewohner tropischer Länder häufig von Natur aus drahtig, weil zu viel Körperfett die Überlebenschancen in sehr heißen Klimazonen beeinträchtigt.

Diese scheinbaren Widersprüche weisen darauf hin, dass es kein bestimmtes Ernährungs und Bewegungsmuster gibt, das für alle Menschentypen ideal oder zumindest vernünftig wäre. Doch über zahllose Generationen hinweg hat sich die menschliche Physiologie durch Entwicklung und Mutation an verschiedene Umweltbedingungen angepasst. Die Spezies Mensch konnte überleben, weil ihr genetischer Pool die vielen verschiedenen Windungen der menschlichen Geschichte, denen sie ausgesetzt war, in sich aufgenommen hat. In jeder Zelle unseres Körpers ist diese Geschichte enthalten. Die Nährstoffbedürfnisse verschiedener Personen variieren genauso wie deren Gesichter oder Fingerabdrücke. Jeder Mensch braucht sein individuelles Programm.

Verschiedene Lebensumstände, körperliche Belastungsintensitäten und viele weitere Lebensvariablen ändern oft dramatisch den Nährstoffbedarf. Auch der Umstand, ob Sie in einer Gegend mit hoher oder niedriger Umweltverschmutzung leben, arbeiten und Sport treiben, hat wesentliche Auswirkungen auf ihren Nährstoffbedarf. Da unsere modernen Gesellschaften ein großer ethnischer Schmelztiegel sind und sich die meisten von uns nicht weiter mit der Erforschung der eigenen Herkunft beschäftigt haben, kann niemand genau wissen, welches Erbe der menschlichen Entwicklungsgeschichte für seine physiologischen Besonderheiten entscheidend sind. Deswegen sollten wir die uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen um uns der für unseren genetischen Typ und unsere Lebenssituation passenden Ernährungform anzunähern. Neben Ansätzen aus traditioneller chinesischer Medizin (TCM) und Ayurveda lässt sich auch die Bestimmung des Stoffwechseltyps zur Ernährungsberatung einsetzen. Zur Bestimmung Ihres genauen Stoffwechseltyps sind 2 Tests erforderlich, die von Ihnen durchgeführt und von uns ausgewertet werden können: 1.) Messung der Speichelmenge zur Bestimmung des vegetativen Typs:

Für den Test benötigen Sie einen Plastikbecher und eine Briefwaage.

12 Stunden vor dem Test (über Nacht) nichts essen und nichts trinken, außer Leitungswasser, und nicht rauchen.

Am Tage des Tests morgens nicht duschen, nicht Zähneputzen, nicht eincremen, kein Deo und kein Parfum verwenden, nicht schminken.

Bereits einige Tage vor dem Test keine Medikamente, auch keine Hormonpräparate einnehmen. (Ergebnisse können aber auch erzielt werden, wenn Tabletten als Konstante eingebaut werden, nur nicht unmittelbar vor dem Test.)

Speichelmenge wird minütlich registriert, die Gesamtmenge einer halben Stunde ausgewertet.

Die Grundmenge Speichel, die in einer halben Stunde erzeugt wird, ist recht unterschiedlich. Sie drückt einerseits eine Individualität aus, weist aber auch auf Verschiebungen des vegetativen Gleichgewichts hin. Die produzierte Speichelmenge liegt im Durchschnitt zwischen 6 und 9 g in einem Zeitraum von 30 Minuten. Es ergaben sich Extremwerte von unter 1 g bis zu Werten Von 26 g; hier lagen gehäuft Störungen des Stoffwechsels und Krankheiten vor.

2.) Blutzuckertest zur Bestimmung des Verbrennungstyps:

Sie benötigen hierfür ein Blutzuckermessgerät und 60 g Traubenzucker, die in 340 ml Wasser aufgelöst werden müssen.

Es werden 3 Blutzuckermessungen benötigt. Hierbei erfolgt die erste Messung nüchtern, die zweite Messung 30 Minuten nach dem Trinken des in Wasser aufgelösten Traubenzuckers und die dritte Messung weitere 45 Minuten Später.

Der amerikanische Zahnarzt Dr. William Kelly war einer der Vorreiter einer modernen Stoffwechseltypenlehre und demonstrierte auch, dass Heilungsprozesse beschleunigt werden können, wenn individuelle Stoffwechselbedingungen und Nährstoffbedürfnisse berücksichtigt werden. Kelly konzentrierte sich hierbei vor allem auf den Einfluss des Vegetativen Nervensystems.

Wie in Teil I beschrieben überwiegt bei den meisten Menschen der eine oder der andere Zweig des Vegetativen Nervensystems und das Verbrennungssystem (das System, das für die Erzeugung von Energie in den Körperzellen zuständig ist, also der Zitronensäurezyklus, die Glykolyse und die Betaoxidation) ist entweder beschleunigt oder verlangsamt. In der Regel dominiert eines der beiden Systeme den Stoffwechsel!

Dies hat Auswirkungen auf unterschiedliche Bereiche des Stoffwechsels zum Beispiel im Säure Basen Haushalt und entscheidet darüber, ob ein Nahrungsmittel eher säureüberschüssig oder eher basenüberschüssig verstoffwechselt wird. Im Vegetativen Nervensystem wirkt der Sympathikus in Richtung säureüberschüssig, während der Parasympathikus in Richtung basenüberschüssig wirkt. Im Verbrennungssystem bewirkt eine beschleunigte Verbrennung einen Säureüberschuss, wohingegen eine langsame Verbrennung eine Verschiebung ins Basische bewirkt.

Dieses Prinzip wird als der "Dominanz Faktor" bezeichnet wird, wurde von Bill Wollcott, der über acht Jahre lang Dr. Kellys Assistent war, entdeckt. Bill Wolcott entwickelte ein sehr komplexes System (Healthexcel) zur genauen Bestimmung des individuellen Stoffwechseltyps, das hier in Deutschland von dem in Frankfurt lebenden Heilpraktiker Peter Königs vertreten wird.

Stoffwechselprofil I

Beim Sympaticus-dominaten Typ und beim Langsamverbrenner sollte die Ernährung wenig Fett und tierisches Eiweiß enthalten , aber reich an komplexen Kohlenhydraten und pflanzlichen Proteinquellen sein. Sie enthält neben anderen Nährstoffen viel Kalium und Magnesium, ist aber arm an Kalzium. Diese Ernährung erhöht die Verbrennungsrate des Langsamverbrenners, macht dessen tendenziell zu basisches Blut saurer und senkt dessen Blutzuckerspiegel. Das Blut des sympaticus-dominaten Typs wird hierdurch basischer und sein Blutzuckerspiegel erhöht.

Stoffwechselprofil II

Im Gegensatz dazu sind die Empfehlungen für den Vagus-dominanten Typ und den Schnellverbrenner so ausgerichtet, dass die Ernährung fett- und eiweißreich ist und wenig Kohlenhydrate enthält. Sie sollte neben anderen Nährstoffen relativ wenig Kalium und Magnesium, dafür aber reich an Kalzium sein. Diese Ernährung verlangsamt die Verbrennungsrate des Schnellverbrenners, macht sein Blut basischer und erhöht seinen Blutzuckerspiegel, während sie das Blut des Vagotonikers saurer macht und dessen Blutzuckerspiegel senkt.

Detaillierte Informationen und Ernährungspläne für die zuvor genannten Stoffwechselprofile finden Sie in dem Buch: Ihr Ernährungstyp von Ann Louise Gittleman, Windpferd Verlag, ISBN 3-89385-276-X

Die im Buch enthaltenen Fragebögen können als sinnvolle Erweiterung der beiden genannten Testmethoden Verwendung finden.

Die Leser, die sich für weitere Möglichkeiten zu Ermittlung Ihres individuellen Ernährungstyps interessieren, sollten sich mit dem „Body Code“ System des amerikanischen Ernährungswissenschaftlers Jay Cooper (Internet: greenvalleyspa.com) auseinandersetzen. Basierend auf den nachfolgend vorgestellten Klassifizierungssystemen unterscheidet Cooper vier genetisch bedingte Grundtypen und zeigt für jeden Typus die ideale Ernährungsweise und Bewegungsform auf. Sein Im Heyne Verlag erschienenes Buch enthält Fragebögen zur Ermittlung des persönlichen „Body-Typs“, viele Praktische Tipps und Rezepte.

Alpha-Heilung

Was wir essen, wie, wann und wo wir essen, das wirkt sich auf direktem Wege auf unseren Bewußtseinszustand und unsere Gesundheit aus. Dies ist eine Tatsache, die heute wohl kaum jemand mehr zu leugnen wagt.

Eine Zentrale Rolle bei Heilung über die Psyche spielt ein bestimmter Bewußstseinszustand - der sogenannte Alpha-Zustand, welcher u.a. durch verschiedene Formen der Meditation und des Mentaltrainings, aber auch durch bestimmte Vitalstoffe (z.B. durch Theanin) gefördert wird.

Der Alpha-Zustand ist ein Zustand von Offenheit, Entspannung und erhöhter Aufmerksamkeit. Dabei kommen neue Ideen, Erinnerungen und Dinge aus dem Unterbewußtsein eher an die Oberfläche. Kreativität, Wahrnehmung und Sensibilität werden verbessert.

An der Entstehung des Alphazustands sind unser “Glückshormon”: Serotonin, unser „Kreativitätshormon“ Dopamin und unser Körpereigenes „Valium“: GABA (Gamma-Amino-Buttersäure) beteiligt.

Hierbei synchronisieren sich dabei auch die beiden Gehirnhälften und was die Bereitschaft erhöht, sich innerlich auf eine Gesundung einzustellen. Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und eine Aktivierung der Selbstheilungskräfte hängt fast immer mit einer Alphawellen Zunahme zusammen. Andere Studien haben gezeigt, daß sich durch die tiefe Entspannung und die ruhige Aufmerksamkeit auch die Empfänglichkeit für Suggestionen und die Hypnotisierbarkeit erhöhen.

Unsere Ernährung muß in einem Zeitalter, in dem die mentalen Kapazitäten des einzelnen von immer größerer Bedeutung sind, so gestaltet sein, daß sie die kognitive Entwicklung unterstützt und fördert, mindestens aber nicht behindert. Ein Großteil der auf dem Markt erhältlichen Nahrungsmittel kann dies nicht leisten. Eine ausreichende Versorgung unseres Organismus mit essentiellen Vitalstoffen ist längst nicht mehr gewährleistet. Hinzu kommt, daß unser Körper heute aufgrund von zahlreichen schädlichen Umwelteinflüssen einerseits und einer unausgewogenen Ernährung andererseits einen gesteigerten Bedarf an Vitalstoffen hat, um mit diesen Bedingungen fertig werden zu können. Unser Körper besitzt eine komplette innere Apotheke: Ein ausgewogenes Verhältnis von Hormonen, Botenstoffen, Enzymen und anderen vom Körper produzierten Substanzen stellt die Basis für diese innere Apotheke dar. Eine wichtige Voraussetzung für eine ausreichenden Produktion dieser körpereigenen `MedikamenteA ist die optimale Versorgung mit ihren Grundbausteinen. Dazu gehören Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und viele weitere der Gesundheit zuträgliche Vitalstoffe, die in einer gesunden Nahrung enthalten sein können.

Immer mehr Forschungen zeigen, das Psyche und Immunsystem über das Nerven und Hormonsystem in enger Wechselwirkung zueinander stehen. Was bisher kaum berücksichtigt wurde, ist die Tatsache das unsere Entgiftungssysteme ebenfalls in dieses Beziehungsnetzwerk eingebunden sind und letzendlich alle Systeme um die gleichen Mikronährstoffe konkurrieren. Diese sind unverzichtbar für die Immunabwehr, Entgiftung, Reizverarbeitung, Stressresistenz und emotionales Wohlbefinden.

Unser Angebot an BRAIN Food bietet Ihnen eine große Auswahl an Nahrungsergänzungen, mit denen Sie zielgerichtet Einfluß auf Ihr Bewußtsein, (etwa Ihre Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisstärke oder Ihre Streßsensibilität) nehmen können.

So lässt sich unser Glückshormon Serotonin und unser Schlafhormon Melatonin mit Hilfe der Aminosäure Tryptophan aktivieren.

Theanin ein „Minieiweiss“ aus dem Grünen Tee macht Entspannt und konzentriert zugleich, in dem die Ausschüttung des „Kreativitäts-Hormons“ Dopamin, des „Glückshormons“ Serotonin und unseres „körpereigenen Valiums“ GABA ankurbelt. Dies führt zu einer vermehrten Produktion von Alphawellen.

Magnesiumorotat steigert die Energie und verhindert das ein Zuviel an den Stresshormon Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet wird.

Omega-3-Fettsäuren aus Fisch stabilisieren und regenerieren das Nervensystem und unterbinden extreme Stimmungsschwankungen! Es verbessert die Leistung der Rezeptoren (Andock- bzw. Bindungsstellen für Hormone, Neurotransmitter und andere Signalstoffe) an den Schutzhüllen von Nerven- und Gehirnzellen. Dadurch können Impulse Rascher übertragen werden, Signale quälen sich nicht mehr mühsam von Zelle zu Zelle.