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Spiritualität

Was sind Mantren?

Mantren sind Silben, Worte oder kurze Sätze, die neben ihrer Bedeutung eine besondere innewohnende Kraft besitzen. Mantren haben eine Klang- und Resonanzwirkung sowie meist eine metaphysische oder mystische Bedeutung. In jeder Kultur, in jeder Sprache gab es seit Alters her solche magischen Worte. Das Wort Mantra stammt aus dem Sanskrit und besteht aus den Wurzeln "manas" und "tra". "Manas" ist die Gesamtheit der Gedanken- und Gefühlswelt mit all den Wünschen und Ängsten. "Tra" bedeutet rettend, haltend oder beschützend. Mantren sind Worte, die eine sammelnde Wirkung auf das Gemüt ausüben. Sie haben eine Art Schlüsselfunktion inne. Mit ihrer Hilfe können wir bestimmte Energie- und Resonanzfelder im Körper und in der Seele erschließen.

Wo liegen die Ursprünge der Mantren?

Die meisten Mantren sind in Sanskrit überliefert worden. Sanskrit ist eine der ältesten Sprachen der Welt. In den Schriften aus der vedischen Zeiten wird berichtet, daß Rishis, die Weisen jener Zeit, intuitiv die mantrischen Weisheiten erfaßten oder empfingen. Diese Erfahrungen können auch heute bei richtiger Anwendung der Mantren wachgerufen werden. Bekannt sind auch die Mantren, die aus einzelnen oder zusammengesetzten Buchstaben bestehen, die sogenannten Bija-Mantren oder Keim-Mantren. Die Buchstaben, die solche Mantren bilden heißen Bija Aksaras. In der hinduistischen Religion wird jede Gottheit durch ein "Bija Aksara" repräsentiert, das in der menschlichen Sprache das nächstliegende Äquivalent zur Form des "Nada" ist, der Tonschwingung, die im Augenblick der Manifestierung der Gottheit entsteht. Diese Aksaras oder die Mantren werden als Worte der Anrufung an jene Gottheit gebraucht. Das bekannteste von diesen Keim-Mantren ist Pranava "Om" für Brahman. Die Chakra-Lehre im Yoga enthält auch die Lehre der Keimsilben zu jedem Chakra.

Es gibt Richtungen, die dies systematisch erfaßt und beschrieben haben. Chakren nennen sich die 7 Hauptenergiezentren im Körper, durch die unser energetischer Austausch mit der Aussenwelt stattfindet. Diese haben alle eigene Schwingungen und können durch diese Keimsilben aktiviert werden.

Tatsächlich hat die wörtliche Bedeutung oft wenig mit der Kraft zu tun, die Mantren verleihen. Unser Geist, unsere Handlungen und die Dinge unserer Umgebung können durch Mantren gereinigt und mit geistiger Kraft aufgeladen werden. Die besondere Schwingung von heiligen Plätzen und Pilgerzentren entstanden zum Teil dadurch, daß irgendwann jemand an diesen Orten heilige Mantren sang. Danach übten diese Orte eine hohe geistige Anziehungskraft aus. Die Schwingungen, die mit dem Singen des Mantren in Gang gesetzt werden, machen unsere feinen Empfindungen für geistige Erkenntnis empfänglich. Der Klang, den jedes Wesen von sich gibt, macht unzählige Wellen im Klangmeer, die sich in die Atmosphäre bewegen. Diese Gesamtatmosphäre bedingt kosmische Wechselwirkungen. Mantren wirken auf diese Klangatmosphäre ein.

Welche Rolle spielt der Klang und der Atem bei Mantren?

Jeder Buchstabe, jedes Wort und jede Silbe hat neben der Bedeutung im allgemeinen Sprachgebrauch zusätzlich noch eine Klanginformation, ein besonderes Klangmuster. Träger dieser Klangmuster ist zum einen unser Körper, der aus verschiedenen Elementen besteht und zum anderen der Luftstrom, der durch unseren Atem geführt wird. Zwerchfell, Kehlkopf, Mund, Lippen, Zungen und der unterschiedlich geführte Luftstrom sind an der Klangbildung beteiligt. Jedem Klangmuster liegt ein bestimmtes Atemmuster und bestimmte Führung des Atemstroms zugrunde. Der Atem ist mit Lebensenergie gefüllt. In der Yoga-Sprache wird sie die Prana-Kraft genannt. Dem Prana-Yama, dem Ausgleich der Atemkraft, wurde dabei große Bedeutung beigemessen. Daher haben Mantren zugleich eine atemaktivierende und ausgleichende Wirkung. Jedem Atemmuster liegt auf anderer Ebene ein Energiemuster zugrunde. Beim Atmen und der Stimmbildung entstehen feine Reibungen durch Luftströme, die das Gewebe und die Körperzellen in Schwingung versetzen. Diese wiederum löst chemische und elektrophysikalische Reaktionen auf z.B. Hirnwellen, Hautströmungen und Muskeltonus aus. Die Mantra-Anwendung stellt eine subtile Energiearbeit dar.

Wie sollten Mantren angewendet werden?

Der Körper soll entspannt ruhen und die Gedanken sich auf den Inhalt des Mantren konzentrieren. In gesungener Form können Mantren eine Starke Wirkung entfalten. Der Mantragesang mit seiner subtilen, immer wiederkehrenden Melodie verhilft dem Menschen, sich einen vegetativen Ausgleich und eine seelische und körperlichen Entspannung zu verschaffen. Die Anwendung ist jedoch individuell sehr verschieden. Manche, die gerne in der Stille meditieren und sich auch entsprechend konzentrieren können, werden Mantren nur im Stillen geistig wiederholen. Andere, die Freude an der Stimme haben und gerne mit der Stimme arbeiten, werden das eigene Singen oder Mitsingen bevorzugen. Wieder andere können ein Mantra am besten durch Hören verinnerlichen und sich dabei hervorragend konzentrieren und meditieren. Es wird jedoch in der Regel eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, bis das Gemüt sich ausreichend darauf einstellen und die Wirkung eintreten kann. Es ist zu empfehlen, Mantren oder Mantra-Gesänge vorwiegend ungestört mit hingebungsvoller Haltung anzuwenden, damit die Wirkung erhalten bleibt. Hat man die Mantren einmal verinnerlicht, unterscheidet man den Wirkungsbereich nach der Art der Anwendung. Um im Physischen damit zu wirken rezitiert man die Mantren eher laut, sollen sie im seelischen mehr wirken, rezitiert man sie still. Je kleiner der Reiz (Klang), desto höher (spirituell) die Ebene der Wirkung. (mehr siehe 5 Elemente Mantren...)

Welche Bedeutung kommt der Wiederholung von Mantren zu?

Durch Wiederholung werden die wandernden Gedanken an das Mantra gebunden. Das Gemüt bekommt durch die Wiederholung der Mantren eine einfache, wirkungsvolle, Aufgabe. Dadurch wird eine spontan eintretende meditative Wirkung erreicht. Die Wiederholung bewirkt, daß das Mantra vollkommen im Bewußtsein gegenwärtig wird. Eine Verbindung vom inneren Mikro- zu äußeren Makrokosmos wird hergestellt. Ein subtiler Energiestrom kommt in Fluß. Vergegenwärtigung des Inhalts ist ein ganz wichtiger Vorgang beim Gebrauch von Mantren. Es bedeutet die Herbeiführung eines Bewußtseinszustandes in die Gegenwart, die Überbrückung von Zeit und Raum zum Hier und Jetzt. Die Vergegenwärtigung bedeutet auch, daß man sich der vollkommenen Gegenwart bewußt wird und dabei Vergangenes und Zukünftiges in der gegenwärtigen unmittelbaren Seinserfahrung vereint.

Welche Rolle spielt die Sprache bei Mantren?

Mantren kann und sollte man nicht in eine andere Sprache zu übersetzen versuchen, denn dies verändert den ursprünglichen Charakter. Die Klangwirkung entsteht dann nicht in gleicher Weise. Sanskrit ist für Mantren eine besondere Sprache. Viele europäische Sprachen haben übrigens ihre Wurzeln im Sanskrit, so daß diese Sprache nicht völlig fremd ist. Mantrische Gebete haben in ihrer ursprünglichen Sprachform eine ganz andere Klang- und Resonanzwirkung. Früher wurde das traditionelle christliche "Vater unser" in der griechischen Fassung auch eher intoniert (auf das Klangbild ausgerichtet wiederholt). Auch die Gatas, die heiligen Sprüche Zarathustras, wurden gesungen. Die Wirkungsweise von Sanskrit-Mantren wird heute wissenschaftlich untersucht. Dabei wird immer wieder durch Fremd- oder Eigenexperimente beobachtet, daß Menschen eine besondere innere Stille und tiefgehende Selbstintegration erfahren. Dabei spielt die sprachliche und kulturelle Zugehörigkeit nur eine untergeordnete Rolle.

Ist die Mantra-Anwendung eine besondere Meditationsform?

Meiner Meinung nach sollte die Meditation als solche ein Akt der Hingabe zum Göttlichen sein. Alle meditativen Wege, die dies vermitteln sind zu empfehlen. Geistig spirituelle Angelegenheit ist nicht eine Sache des Intellekts oder des Könnens, des Besitzes usw. Echte spirituelle Erfahrung ist ein die Grenzen der eigenen Person überschreitendes Moment des Erlebens. Die Meditation ist nicht etwas, was man mit Wollen oder eigener Kontrolle allein herbeiführen kann. Der meditative Gemütszustand kann nur von selbst eintreten. Stille Meditation gelingt nicht auf Anhieb und ist bei der heutigen Einbindung in die Arbeitswelt sehr schwer. Der Mantra-Gesang begleitet den Geist. Es fällt dadurch etwas leichter, auf den Inhalt zu meditieren. Da sind Mantren meiner Erfahrung nach bildlich gesprochen wie ein Boot, in das man einsteigen kann, um in den See seiner seelischen Welt hinein zu rudern. Es ist dadurch einfacher.

Wie kann man Mantren zur Heilung benutzen?

Wir machen Töne, wenn wir Schmerzen haben, und diese Töne tragen dazu bei, den Schmerz zu lindern. Viele von uns können bei einem schweren emotionalen Trauma weinen und Klagen, was z.B. zum Abbau von Stesshormonen fördert, Muskelverspannungen und damit verbundene Energieblockaden lößt, was dazu beiträgt, den seelischen Schmerz zu lindern. Es gibt Personen, die chronische Schmerzen durch das singen von Mantren vollkommen beseitigen konnten. Dies mag zum Teil daran liegen, das die dabei erzeugten Töne die Produktion von Endorphinen unterstützt, jenen schmerztötenden Neurochemikalien, die hundert Mal stärker sind als Morphium.

Es gibt ein erhebliches Potential von Heilungskräften im Inneren des Menschen, die zur Gesunderhaltung oder Unterstützung bei der Heilung von Krankheiten eingesetzt werden könnten. Viele Menschen haben den Wunsch ihre eigenen innere Kräfte gezielter und bewußter zu nutzen. Mantren stellen hierbei eine wichtige Hilfe dar. Die eingeleitete meditative Tiefenentspannung spielt dabei eine wichtige Rolle. Mantren haben verschiedene Ebenen der Heilwirkung. Eine Ebene ist die körperliche, bei der die Vibrationen quasi als feinstoffliche Schwingungsmassage genutzt werden. Auf der gefühlsmäßigen Ebene werden heilsame Gefühle erweckt. Ruhe, Gelassenheit, Freude, Liebe und Versöhnung werden im Inneren erlebt. Dies könnte man auch als Heilung des Herzens bezeichnen. Unbewußte Gefühlsblockaden lösen sich. Wir bekommen wieder den Zugang zu unserer inneren seelischen Welt. Eine weitere Dimension der Wirkung ist die transpersonale oder tranzendente, die ins Unbeschreibliche hinein geht. (mehr siehe 5 Elemente Mantren...)

Beeinflußt der Mantra-Gesang die Schlafqualität?

An einer Stelle der altindischen Schriften Upanischaden heißt es: "Im Schlaf steht der Mensch seinem Selbst, dem Atman, nahe". Der Schlaf selbst ist ein Mysterium und ließ der Forschung noch viele Fragen offen. Die Beseitigung von Schlafstörungen mit natürlichen Mitteln ist eine wichtige Angelegenheit. Bereits in der Antike wurde der Schlaf zur Heilung eingesetzt und als Heilschlaf (modern in der Hypnose genutzt) bezeichnet. Heilschlaf wurde mit der Rezitation von Sprüchen und Musik eingeleitet. Die Einleitung des Schlafes mit Mantra-Gesängen soll einen ähnlichen Zweck erfüllen, dabei wird die beruhigende Wirkung der Wiederholung zur Überleitung in den Schlaf genutzt. Die Mantren wirken dann auf das Unterbewußte weiter und setzen ihre wohltuende Schwingung noch eine Weile fort.

Umwandlung von Negativität in höchst positive Energie

durch jahrtausende alte indische Heiltechniken

In einer alten indischen Tradition betrachtet man Krankheit, Unglück und schlechte Lebensumstände als Zeichen von Negativität. Diese kann von außen gekommen oder innen durch ungünstige Verhaltensmuster und Denkweisen entstanden sein. Bei Heilungen, wie auch bei transformierenden spirituellen Prozessen, kommt es zu einer Reinigung und somit einer Abnahme von Negativität.

Indische Heiler und Meister

Indische Meister und Heiler zeichnen sich dadurch aus, dass viele von Ihnen in der Lage sind, negative Energien aufzunehmen und zu transformieren, ohne dabei selber dauerhaften Schaden zu nehmen. Dabei nimmt der Heiler/Meister diese negativen Energien vom Patienten ab und „entlädt“ diese anschließend selbst, zum Beispiel über die 5 Elemente oder Verbindungen zu anderen Meistern. Hierzu werden uralte Mantren genutzt, die in 2000-4000 Jahre alten Palmblattbüchern in Indien niedergeschrieben wurden. Aber auch andere Bereiche wie Schamanen und Sufis kennen das Übernehmen von Krankheiten als höchste Form von Heilung. Deren Heiler kennen aber meist keine oder wenige Entladetechniken und tragen dann die Krankheiten selber im Zeitraffer aus.

Wunder gibt es auch bei uns

Es gibt solche Fähigkeiten bzw. Techniken auch bei uns in Deutschland. Oft sind diese aus alten keltischen Schriften und die Heiler hüten dieses Geheimwissen, geben es meist lediglich an eine Person weiter, bevor sie sterben. Es war mir möglich, viele verblüffende Heilungen zu sehen. So konnte ich zum Beispiel erleben, wie jemand sich mit kochendem Wasser die Füße verbrannte. Er wurde sofort zu einer Heilerin gebracht, woraufhin die Schmerzen sofort verschwanden und die Haut narbenfrei heilte. Leider werden diese Techniken meist nicht weitergegeben, aber durch „glücklich geführte Umstände“ lernte ich einen indischen Heiligen kennen, der verschiedene Heiltechniken unterrichtet. So heilt er zum Beispiel Kobra- und Skorpionbisse innerhalb weniger Minuten mit Hilfe von Mantren. Dieses Mantra („Gebet“) hat er bereits unterrichtet, wie auch viele andere Prozesse, die eine Selbstreinigung einleiten, wodurch die heilerischen Fähigkeiten steigen.

Warum bei uns viele Heiler krank werden

Ein Heiler muss wissen wie Negativität funktioniert, woran man sie erkennt, wie sie entsteht und wie man sie entlädt. Je mehr er aufnehmen kann, je besser er entladen kann und je mehr Energiekanäle er hat, desto größer sind seine heilerischen Fähigkeiten. Manche haben von Natur aus manche Kanäle, andere lernen es von Heilern. Leider unterschätzen hier im Westen viele Heiler Negativität und deren Auswirkungen. Übrigens: auch negatives Karma ist eine Form von Negativität.

Viele dieser „Entladetechniken“ beinhalten Gebete oder Mantren. Diese sind unterschiedlich effektiv. Auch ohne sie kann man solche negativen Energien entsorgen, allerdings benötigt dies meist deutlich mehr Zeit und funktioniert daher nicht so effektiv. Nach Aufnehmen negativer Energien ist es wichtig, diese möglichst schnell zu entladen, bevor sie sich im Körper manifestieren. Daher sollte ein Heiler, aber auch jeder andere Mensch, der anderen hilft oder viele soziale Kontakte hat, wissen wie schnelles und effektives Entladen funktioniert. Viele Menschen kennen das Phänomen: ein Freund kommt zu einem, um sein Herz auszuschütten, anschließend geht es ihm besser aber dem Zuhörer schlechter.

Wenn man Negativität aufnimmt, sollte man diese sofort entsorgen. Je länger sie im Körper verbleibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Symptome oder gar Krankheiten entstehen lässt. Kann man die Energien nicht sofort entladen, dann sollte das möglichst vor dem nächsten Essen, wenigstens aber vor dem nächsten Schlaf geschehen! Aber woran erkennt man nun, ob man Negativität in sich trägt? Lassen wir zunächst einmal negatives Karma außen vor, denn dieses ist schwerer zu entladen – das geht nicht mit den kurzfristigen Entladetechniken.

Symptome von Negativität

Akute negative Energien erkennt man an:

  • emotionaler Unausgeglichenheit ohne erkennbaren Grund
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • brennenden Augen
  • schweren Beinen und großer Müdigkeit
  • psychischen Störungen
  • Rückenschmerzen, speziell im unteren Rücken
  • Du hast alles, kannst Dich aber nicht daran freuen
  • Du bekommst nicht was Du möchtest (Lebenssehnsucht) egal, was Du versuchst
  • Du empfängst unnötige Anfeindungen/Anschuldigungen (z.B. Mobbing, Verleumdung)
  • Obwohl Du eigentlich diszipliniert bist, tust Du manchmal verrückte Dinge
  • Du leidest an einer schlimmen Krankheit
  • Du vertraust jemand von Herzen und wirst betrogen/hintergangen.

Woher kommt nun Negativität?

Man unterscheidet 3 Arten:

1. absichtlich selbst geschaffene Negativität (z.B. Dinge, die wir tun, um anderen zu schaden)
2. von anderen Personen aufgefangene Negativität (z.B. durch soziale Kontakte, Familienverbindungen, Energieaustausch, aber auch negative Gedanken von anderen Personen)
3. selbst geschaffene Negativität ohne es zu bemerken (Streit, Diskussionen und Auswirkungen im Anderen, die man nicht erkennen konnte)

Entladen von Negativität

Es gibt Techniken, um die Negativität zu entladen. Einfache Reinigungstechniken wie duschen haben zwar einen primären Effekt, reichen aber meist und vor allem auf Dauer nicht aus. Stärkere Techniken hierfür bieten spezielle Schutzgebete, Bitten um Hilfe, Entlade-Mantren über die Elemente und Aufbau von Schutzkreisen. So kann man beispielsweise mit dem Wassermantra unter der Dusche entladen, mit dem Feuermantra beim Blick in eine Kerze oder mit einem Erdmantra in Erde, indem man barfuss in der Natur läuft oder den Erd-Finger (Daumen) während des Rezitierens in Erde steckt.

Wohnungs- und Umwelteinflüsse durch die Elemente

Ein weiterer Aspekt sind die Räumlichkeiten in denen wir leben. Nach der indischen Lehre „Vaastu“ versucht man in Einklang mit den Elementen zu wohnen. Das chinesische Feng-Shui wurde teilweise hieraus abgeleitet. Jedes Element ist einer Himmelsrichtung zugeordnet und hat unterschiedliche Energiequalitäten. Da die für uns positive Energie (keine Wertung der Qualität, aber die Energie die uns gut tut) aus Nordosten kommt, findet sich dort die höchste Energie und dort sollten möglichst Eingang und/oder Fenster sein. Andererseits ist es nicht sinnvoll das Schlafzimmer im NO des Hauses zu haben, möchte man doch schlafen können und nicht durch zu viel Energie „gestört“ werden. Um negative Energie aus dem Haus zu bekommen ist es sinnvoll, morgens im Osten für 30 min. Fenster und Türen zu öffnen, damit die positive Energie hereinkommt. Das Infrarotlicht am Morgen ist für uns gesundheitsförderlich, das UV-Licht eher negativ. Darum wird man auch müde vom Sonnenbad am Nachmittag.

Was ist negatives Karma?

Bei Karma handelt es sich um angesammelte Energien durch das Ursache/Wirkungs-Prinzip. Es gibt positives Karma und negatives. Positives hilft einem, löst allerdings kein negatives Karma direkt auf. Karma bezieht sich auf Energien aus allen Leben, nicht nur aus diesem, wenngleich die Energien aus diesem Leben direkteren Einfluss haben. Aufgrund des Zeitalters in dem wir uns befinden, müssen wir momentan jegliches negative Karma sofort im aktuellen Leben wieder ausgleichen, ggf. durch Leiden, wenn wir nicht wissen wie sonst. Nicht verwechseln sollte man übrigens den Begriff Karma mit dem Begriff Kama. Bei Kama handelt es sich um Energien, die eher mit Lust-/Glücksgewinn zu tun haben, manche Süchte und Gewohnheiten könnte man als solches in gewisser Weise betrachten.

Wie löst man negatives Karma auf?

Um negatives Karma zu heilen, führt man spirituelle Prozesse und/oder Feuerpujas durch, die transformierend wirken. Feuerpujas sind Rituale bei offenem Feuer, bei dem Gebete gesprochen werden, wie z. B. alte indische Mantren. Dabei werden u.a. Kokosnüsse, Räucherwerk und Obst, sowie Ghee (ausgelassene Butter) ins Feuer gegeben. Pujas (auch Yagyams genannt) haben eine starke reinigende Wirkung. In Indien weiß man von einem Dorf, welches vergiftet wurde. Es überlebten nur 9 Menschen, die zu der Zeit eine Feuerpuja machten und damit die Negativität des Giftes entluden. Auch Mantren entladen generell Negativität, manche eignen sich dafür, andere nicht. In Hiroshima weiß man von Mönchen (Buddhisten), die im verstrahlten Gebiet lebten und Kranke pflegten, ohne selbst durch die Verstrahlungen und Vergiftungen zu erkranken.

Spirituelle Prozesse

Wir reden hier nicht von Prozessen um mehr „schöne Energien“ zu spüren, wie dies oft bei westlichen Techniken der Fall ist. Es geht um wirkliche Transformation. Veränderung ist manchmal auch mit Anstrengungen verbunden. Einer meiner Ausbilder hatte einen schönen Spruch hierzu: „Wer sich wirklich weiterentwickeln möchte, muss bereit sein, die Komfort-Zone zu verlassen“.

Es geht um die Öffnung des Zugangs zur eigenen Seele und das öffnen von Energiekanälen zum Göttlichen. Während eines solchen Prozesses müssen alte Emotionen die blockiert sind, wie z.B. ein gebrochenes Herz, geheilt werden. Eventuell müssen Gewohnheiten geändert und spezielle Gedankenpflege betrieben werden, denn negative Gedanken und Einstellungen blockieren ebenfalls. Als nächstes werden die Gedanken zur Ruhe gebracht und die Energien balanciert. Das geschieht auf Seelenebene und ist anfangs oft nicht wahrnehmbar, bis eine gewisse sensible spirituelle Stufe erreicht wird.

Man nennt dies auch die 3 Stufen der Illusion, die man durchlaufen muss, um Wahrheit zu erkennen und Erleuchtung zu erlangen. Das Leben und die Wahrnehmung unserer Sinnesorgane sieht man als Illusion an. Es gilt u.a. den Verstand/Geist zu meistern und sich nicht mehr durch Gedanken und Emotionen in die Irre führen zu lassen. Gerade Gefühle sind oft täuschend, wenn man noch nicht genügend gereinigt ist, denn das Ego drückt sich über Gedanken und Gefühle aus – es hat kein Interesse daran, die Kontrolle über den Menschen zu verlieren. Dieser betrachtet meist sogar das Ego als sein Selbst und nimmt die Seele dahinter oft gar nicht wahr.

Je mehr Reinigung, desto weniger Ego wird es mit der Zeit. Aktiv mit dem Ego (dem „ich“ über das sich die meisten definieren) das Ego zu bekämpfen, funktioniert nicht. Es bekämpft sich ja nicht selbst. Aber wegen des Egos kommt es auch in Prozessen oft zu Fehlern, Übungen die man vergisst, ja sogar Wecker, die nicht funktionieren etc. Warum man nicht ständig wechseln sollte

Im Westen beobachtet man oft, wie ständig zwischen Lehren und Übungen gewechselt wird. Um sich wirklich zu entwickeln, ist dies nicht sinnvoll. Es ist ein Ausdruck des Monkey-Mind (engl. Affen-Verstand, Affen springen von Baum zu Baum), der Verstand der immer umherspringt und sich für alles interessiert. Zudem hat das Ego nichts zu fürchten, solange man spirituelle Übungen, die das Ego auflösen würden, ständig wechselt, anstatt sie bis zum Ende durchzuhalten.

Mein Lehrer Swami Kaleshwar sagte einmal, man solle sich für etwas entscheiden und dann wenigstens für 5 Jahre dabei bleiben und testen, wie Übungen etc. wirken. Sonst wäre es wie nach Wasser zu graben: „Wenn man alle 30 cm ein neues Loch gräbt, anstatt einmal tiefer zu graben, wird man kein Wasser finden“.

Auch ist ein Lehrer sinnvoll, wie ein Fahrlehrer – der den Weg selber gegangen ist. Nur 2 % der Menschen schaffen den spirituellen Weg alleine. Niemand würde ohne Führer in den Dschungel gehen … In dem uns unbekannten Gebiet der Seele und spiritueller Welten tun dies aber die meisten hier im Westen. Als Qi-Gong in Europa und Amerika ankam, gingen viele Nicht-Asiaten hin und dachten: Je mehr desto besser. Dies führte teilweise zu schweren psychischen und auch körperlichen Erkrankungen, so dass in den USA sogar sog. Qi-Krisenkliniken gegründet wurden, um diesen Menschen zu helfen – mit dem Wissen von Menschen, die sich damit auskennen – hätte man sie gleich gefragt (und das ist keine Schleichwerbung für gelbe Seiten).

Wo kann man das lernen?

Dank langjähriger Erfahrungen und Ausbildungen in Indien freue ich mich, einige dieser Techniken hier mit Genehmigung meines Meisters und Ausbilders Swami Kaleshwar lehren zu dürfen. Ihm haben wir die Öffnung und Verbreitung dieses Wissens zu verdanken. Wenn Sie sich dafür interessieren, beginnt die Transformation mit der Harmonisierung der 5 Elemente in uns. Hierbei lernen Sie sehr starke Techniken zum Entladen von Negativität. Gleichzeitig ist dieser Prozess sehr harmonisierend und ruhig. Wer dann weitergehen möchte, kann diverse Heilmantren erlernen, wie man z.B. gebrochene Herzen heilt, bis hin zu den J.C. Kanälen, das sind Energiekanäle, die Jesus perfektioniert und für einige seiner Wunder eingesetzt hat. Diese benötigen allerdings einige Jahre mit fortlaufenden Übungen, aber auch erstaunlichen Erlebnissen und Fähigkeiten.

Im Seminar "Negativität - Erkennen und Auflösen" am xx.xx.2006, sowie im Folgeseminar "Der 5 Elemente Prozess" am xx.xx.2006 werden diese und weiterführende Techniken unterrichtet. Die J.C. Kanäle können auf Anfrage in Kleingruppen unterrichtet werden, ggf. auch mit den Elementen zusammen, von denen einige unbedingt vorher „aufgeladen“ (nach speziellen Regeln geübt und aktiviert) werden müssen.

Feuerpujas zum Reinigen von negativem Karma und Negativität finden öfters in Monschau statt. Wer Interesse daran hat, trägt sich bitte in den Infoletter ein. Wichtig bei dieser Lehre: dieses Wissen ist völlig Glaubens-/Religionsunabhängig! Swami Kaleshwar hat es veröffentlicht, aber es ist nicht von ihm, sondern aus jahrtausende alten Schriften. Es handelt sich um natürliche Mechanismen, die für alle von uns gelten, genau wie Wasser für jeden von uns nass ist. Wir leben in der Dualität, auch wenn man im spirituellen darüber hinaus blickt, wirken die Mechanismen doch für jeden hier.