Therapieverfahren
Japanische Akupunktur
Wussten Sie:
- dass es viele Arten der Akupunktur gibt?
- das Akupunktur bei fast allen Erkrankungen helfen kann?
- das Akupunktur Menschen therapiert anstatt Krankheiten zu bekämpfen?
- Das man zur Heilung immer Körper, Geist und Seele behandeln muss?
Es gibt viele Arten der Akupunktur, was viele Menschen nicht wissen. Man unterscheidet u.a. die sog. „Barfuss“-Akupunktur, 5 Elemente Akupunktur, die TCM (traditionelle chinesische Medizin) mit Ihrer „Syndrom-Behandlung“, Ohrakupunktur, japanische und koreanische Akupunktur.
Bei uns im Westen ist momentan leider erstere am meisten verbreitet, da man diese in wenigen Tagen lernen kann. Sie funktioniert wie ein Kochbuch, wenn Schmerzen an einer bestimmten Stelle sind stehen die Punktkombinationen weitestgehend fest. Es gibt kaum Diagnostik, und so behaupten dann einige Ärzte und Krankenkassen die Akupunktur helfe nur bei Schmerzen, was für diese Form sogar stimmt. Da nur Studien gemacht werden die nicht individuell auf Menschen eingehen können, denn sonst sind sie nicht reproduzierbar, entwickelt sich die Akupunktur vor allem im Westen immer mehr in diese Richtung.
Dies wurde in China ähnlich gehandhabt. Unter Mao hatte man einen Medizinnotstand und es mussten schnell viele Therapeuten ausgebildet werden. Hinzu kam, das man einen Exportartikel für den Westen finden wollte. Emotionen zeigen ist nicht populär in China, so strich man kurzerhand alle emotionalen Behandlungen stark zusammen und schrieb die tausende Jahre alten Klassiker um. Zum Glück gibt es noch Abschriften aus früherer Zeit in den Universitäten anderer Länder.
Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)
Aber in China hat sich eine sehr viel umfangreichere Ausbildung durchgesetzt, die sogenannte TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), wenngleich der Name sehr irreführend ist. Wirklich traditionell ist diese nämlich nicht. Sind die Therapien zu unterschiedlich bzw. widersprüchlich, wurde nur eine der Formen akzeptiert. Früher wurde pragmatisch akupunktiert, wenn eine Methode nicht half, wurde ein anderer Therapieansatz verfolgt. So entstand die große Erfahrungsheilkunde der Akupunktur über mehrere tausend Jahre. Dies war nicht kompatibel mit der westlichen Kausalität, denn hier gibt es nur ein entweder/oder, kein sowohl/als auch – dadurch wurde die Akupunktur vieler ihrer stärken beraubt um sie zu vereinheitlichen, auch zum Export in den Westen.
In der TCM wurde eine neue Diagnostik eingeführt. Diese fasst sog. Syndrome zusammen, eine Art Syptom-Sammlung die sich auf die Organsysteme bzw. Funktionskreise bezieht. Diese ist sehr weitreichend und gut, kennt man doch in China Zusammenhänge, die wir im Westen erst langsam anfangen zu verstehen. Beispiele hierzu später. Da wie gesagt viel der Erfahrungsheilkunde verloren ging und man in China sehr viel mehr Wert auf Kräuter legte, ging die ganze Diagnostik in diese Richtung. So wird die Zunge diagnostiziert, der Puls und eine ausführliche Befragung erfolgt. Bei der Zungendiagnose wird die Farbe, Form und Belag, sowie die Unterzungenvenen begutachtet und bewertet. Die Pulsdiagnose unterscheidet auf 6 verschiedenen Positionen in jeweils 3 Tiefen über 30 Formen des Pulses. So gibt es beispielsweise einen gespannten Puls (wie eine Gitarrenseite), oder einen oberflächlichen (pocht oben, lässt sich aber leicht wegdrücken) u.v.m. Inzwischen hat man Geräte in China entwickelt, die bis zu 10 verschiedene Pulse messen können, da man sonst nicht genügend Ärzte hat. Diese werden in großen Krankenhäusern eingesetzt.
Diese Werte sind für eine Kräuterbehandlung hervorragende Diagnostiken, für die Akupunktur jedoch nur begrenzt brauchbar. So entstand dann aufgrund der Kräuterdiagnostik die Meinung man könnte vieles nicht mit Akupunktur behandeln, wenn man nicht zusätzlich Kräuter verwendet. Für die TCM stimmt dies auch, aber nicht für die Akupunktur die früher praktiziert wurde. Die TCM ist übrigens in China ein Vollzeitstudium von mindestens 3 Jahren, Vollzeit heißt Internat mit 360 Tagen im Jahr von morgens bis abends!! Ein Beispiel für die Herleitung einer Syndrom-Diagnose:
Zum Organ oder besser Funktionskreis Niere (über das Element Wasser mit der Blase gekoppelt) weiß man in China folgendes:
Die Niere gehört zum Element Wasser, wie auch die Blase. Sie ist zuständig für die Ohren/Gehör, das Haupthaar, Zähne, Knochen, Nervensystem und Gehirn, für Angst und Willenskraft, den Harn, für Fruchtbarkeit, Harn, ist verbunden mit dem Winter und mag keine Kälte. Hieraus kann man nun Symptome ableiten, die dann in Syndromen zusammengefasst werden, z.B. Haarausfall, Hörsturz, Angst/Panik oder Unfruchtbarkeit, viele Knochenbrüche oder schlechte Zähne, ein schwaches Nervensystem etc. Nun unterscheidet man die Syndrome nach der tiefe der Erkrankung (chronisch wäre eine starke Vereinfachung, die Unterscheidung ist sehr genau) und nach der Herkunft der Erkrankung bzw. deren Auswirkung. Hat man beispielsweise eine Blasenentzündung (Partner der Niere) oder untere Rückenschmerzen, weil man einem kalten Zugwind ausgesetzt war, spricht man von Kälte, die in Niere bzw. Blase eingedrungen ist. Sind aber der Rücken und die Knie immer wieder betroffen, oder die Knochen brüchig – oder die Eltern hatten ähnliche Erkrankungen (in der Niere sitzt die Erbenergie = Jing), ist von einer Mangelerkrankung der Niere auszugehen.
Des weiteren unterscheidet man Yin und Yang. Man könnte sagen die kühlende, substantielle, ruhende, organische, nachtaktive Energie, das Yin, oder die eher aktive Energie, wovon das Qi, die angesprochene Lebensenergie ein Teil ist. Kann also die Niere nicht mehr das Qi der Lunge in Empfang nehmen (die Lunge nimmt das Qi über die Atmung auf und soll es nach unten bringen), weil sie nicht mehr stark genug ist, könnte sogar Asthma ein Nierenproblem sein, was man sonst eher der Lunge zuordnet in der TCM. Ist ein Mensch ständig schwach, ihm ist kalt, er ist antriebslos, liegt evtl. ein Nieren-Yang-Mangel vor. Bei Nieren-Yin-Mangel wäre die Problematik eher Hitze die sich vor allem nachts in Nachtschweiss zeigen könnte, denn das Yin kann das Yang nicht mehr kühlen. Auch könnten die Organe ein Problem bei der Befeuchtung haben, das Nervensystem unruhig sein, ein Hörsturz wäre auch möglich. Auch Ängste und Panik können sich zeigen.
Sie sehen, ein sehr komplexes System, was vielen Zusammenhängen einen Sinn gibt. Wer käme im Westen schon auf die Idee untere Rückenprobleme mit einem Hörsturz, Kopfhaarverlust oder schlechten Zähnen in Verbindung zu bringen, oder gar mit Ängsten und Panik oder dem Nervensystem oder Depressionen?
Für die Akupunktur gibt sich dann nur das Problem, das man aufgrund der vorgenommenen Diagnostik versucht Punktekombinationen zu nutzen, die für die einzelnen Syndrome vorgegeben sind. Dies funktioniert dann allerdings nur begrenzt, und so kommt dann spätestens bei etwas schwereren Erkrankungen wie dem Nieren-Yin- Mangel der Kommentar: „ohne Kräuter geht das mit der Akupunktur nicht“. Dies ist im Kontext der TCM sogar die traurige Wahrheit, aber nicht wenn man die ursprüngliche Akupunktur anwendet. Natürlich braucht eine schwere Erkrankung ihre Zeit an Therapie, aber das ist auch mit Kräutern so. Sinnvoll ist auch eine Therapie die Kräuter und Akupunktur beinhaltet, vor allem weil dies den Geldbeutel schont. Allerdings ist die TCM-Art der Akupunktur hier nicht so effektiv – denn wie die TCM selber sagt, damit geht halt manches nicht.
Die 5 Elemente Akupunktur
Kommen wir zu einer tiefer gehenden Form der Akupunktur, den 5 Elementen. Diese werden in der TCM übrigens angeblich auch genutzt, aber nur auf dem Papier. Wie oben beschrieben weiß man natürlich über die Zusammenhänge, aber Erkrankungen werden so gut wie ausschließlich nach den Syndromen diagnostiziert und behandelt. Man weiß das z.B. Trauer zur Lunge/Metall gehört, Angst zum Wasser (das geht an die Nieren).... aber leider wird nicht tiefer geforscht. So kann Angst nämlich in jedem Element auftauchen, Lampenfieber ist z.B. eher dem Herzen/Feuer zugeordnet, hat sie doch mit Kommunikation zu tun. So weit geht die TCM bewusst nicht. Wie gesagt, Emotionen sind nicht so populär zu zeigen/kommunizieren in China.
Früher war dies einmal anders, und im Westen haben wir es dem Therapeuten J.R. Worsley zu verdanken, das wir inzwischen sehr viel mehr über dieses 5 Elemente-Verfahren wissen als die breite Masse der Ärzte in China. So werden 5 Grundtypen unterschieden, eben nach den 5 Elementen. Dies geschieht dann über sehr genaue Diagnose, wobei auf Gesichtsschattierungen, den Klang der Stimme oder unterschwellige Körpergerüche Wert gelegt wird. Auch die Fähigkeit Emotionen normal zu handhaben wird hierbei unterschieden. Ärger kann angebracht sein, und Menschen die sich dann nicht ärgern, obwohl es normal wäre, haben durchaus ein Problem mit Ärger, nämlich nicht ausgelebtem. Dies gehört zum Holzelement, und vermutlich werden wir dann Leber oder Gallenblasenprobleme vorfinden. Allerdings stehen die 5 Elemente zu einander in Beziehung. Die Mutter, also der Energielieferant der Leber/Holz ist die Niere/Wasser, so kann auch eine überaktive Leber der Niere zu viel Energie abziehen. Dies würde sich dann in Form von Haarverlust über Knochen- , Zahn- oder Gedächtnisproblemen, Rücken- oder Knieschmerzen, Migräne oder Tinnitus uvm zeigen.
Die Leber/Holz kontrolliert die Milz/Erde, zuständig für die Verdauung. Daher sich auch dort das Problem zeigen. Vielleicht haben also Darmprobleme etwas mit Ärger zu tun. Vielleicht aber auch nur mit zu kaltem Essen (Obst im Winter ist nicht die Idee der Chinesen, denn Obst kühlt). Besteht lange eine Verdauungsschwäche, kommt es zu sog. Blutmangel im Körper. Im Westen untersuchen wir fast ausschließlich die Zusammensetzung des Blutes, in China ist die Menge sehr viel wichtiger. Ist erst einmal zu wenig Blut da, neigt der Rest dazu nicht gut fließen zu können, was zu sog. Stagnationen führt. Nicht zwingend vergleichbar mit Blutstagnationen im Westen wie Schlaganfall, aber die chin. Blutstagnation zeigt sich auch deutlich.
Schmerzen die chronisch und schwer sind wären typisch. Ist der Blutmangel der Grund für die Stagnation (es gibt auch andere Gründe), wird auch Kälte im Körper zu spüren sein. Energiemangel auch, denn das Blut transportiert das Qi. Die Blutstagnation kann sich aber auch sehr direkt zeigen, zum Beispiel in Hämorrhoiden, auf der Haut in Blutschwämmchen bzw. Petechien, bei Frauen in der Menstruation durch große Blutklumpen oder starke Schmerzen, oder bei starkem Blutmangel auch mit ausbleibender Regel. Wer sieht da im Westen den Zusammenhang zu Migräne o.ä.?
Aber schon sind wir wieder nah an der TCM. Sie sehen eine optimale Therapie beinhaltet mehrere Ebenen. Wenn also der Ärger der Anfang all dieses Szenarios war, dann wird die Therapie ein Kampf gegen Windmühlen, wenn der Patient in einem Umfeld lebt, wo er ständig Ärger hat und er genau damit nicht umgehen kann, weil er ein Holz-Element ist. Übrigens könnte so ein Holz-Typ eventuell sehr gut oder gar nicht organisieren, sehr oder gar nicht kreativ sein, oder er hat tausend Ideen, kann aber nichts umsetzen. All das deutet auf ein schwaches Holzelement. Es geht also darum zu erkennen, welches Element die größten Ungleichgewichte aufweist, da liegt der Ursprung der Erkrankung – die sog. konstitutionelle Schwäche. Es ist wie die Sollbruchstelle am Auto, wenn man vorher wüsste, warum nach 7 Jahren das Auto nicht mehr fährt, und man würde das Teil austauschen, würde man effektiv die Lebenszeit des Autos verlängern. Zudem würden die anderen Teile nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen.
Hierzu kommen noch andere Einflüsse, die das Erkennen und die Erkrankung erschweren können: falsche Ernährung, weil man es nicht besser weiß, oder eben ein schlechtes Umfeld, nicht dem Grundtyp entsprechendes Verhalten – der Nieren-Typ der Angst leugnet und jede gefährliche Extremsportart macht, die er glaubt kalkulieren zu können...
Behandelt man nun das ursprünglich zuerst gestörte Element, kann der Mensch aus tiefster Ebene gesund werden. Vielleicht verschwinden die Symptome nicht zuerst, vielleicht sogar gar nicht, wenn sie schon zu lange bestehen, aber mit Sicherheit wird sich das Leben des Menschen und der Umgang mit sich selbst positiv verändern. Und wenn man genug Geduld hat oder früh genug das Problem erkennt, können manchmal wahre Wunderheilungen geschehen und ein Mensch kann sich völlig neu selbst erleben.
Die japanische Akupunktur
Aber es gibt ja noch einen Bereich der Akupunktur. Die japanische Akupunktur. Was ist nun der Unterschied? Die j.Ak. hat die alten Therapiekonzepte der Chinesen, die Akupunktur-Klassiker (Bücher über 2000 Jahre alt) neu zu Rate gezogen. Bevor diese wie gesagt in China teilweise umgeschrieben wurden. Die in der TCM zu Rate gezogenen Buchklassiker wie der „Gelbe Kaiser/Huang Di Nei Jing“ beziehen sich im übrigen kaum auf die Akupunktur, mehr auf Prinzipien der gesunden Lebensführung. Die weiteren Werke, die Einfluss auf die TCM hatten waren meist Kräuterbücher, die Akupunkturklassiker „Nan Jing“ bzw. „Ling Shu“ werden bei der Akupunktur der TCM nicht beachtet.
Die Akupunktur in Japan hat sich unabhängig von der Kräutermedizin weiterentwickelt, was nicht heißt, das dort nicht auch eine geniale Kräutermedizin betrieben wird. Aber man hat die Akupunktur als ganzheitliches Therapieverfahren belassen und therapiert sehr erfolgreich damit in Japan, auch viele Erkrankungen, die nach der TCM mit der Akupunktur gar nicht zu heilen ist. Da hier eine Akupunktur-Diagnose erstellt wird, kann man auch anders mit den Ergebnissen therapieren. So wird auch hier der Puls zu Rate gezogen, aber nicht nur einmal pro Behandlung, sondern etliche Male in jeder Behandlung. Der Puls gibt dem Therapeuten ein direktes Feedback, ob die Punkte die er nadelt nutzen, und das schon bevor der Therapeut die Nadel einsticht. So wird ein Punkt nicht gesucht indem er laut Büchern eben an einem Ort ist (wie bei der TCM), sondern da, wo es die beste Pulsverbesserung bringt. Der Puls wird immer wieder überprüft, denn er verändert sich sofort, wenn man die richtigen Punkte nadelt, und hier rede ich von Pulsqualitäten, nicht von schneller oder langsamer.
Die Nadelung
In Japan werden viel feinere Nadeln zur Akupunktur benutzt, als in China. Das hat mehrere Gründe. Die Chinesen nadeln mit dickeren Nadeln und tiefer, stimulieren die Nadeln dann meist und warten auf ein sogenanntes „De-Qi“-Gefühl des Patienten. Eine Art Zucken, meist ein kurzer Schmerz. Die Japaner halten das einfach für Nervenschmerzen, und versuchen immer die Nadel so schmerzfrei wie möglich zu nutzen. In den Akupunktur-Klassikern steht nämlich das Qi verläuft auf der Haut, nicht darunter. Schmerz durch einen Nadeleinstich zerstreut das Qi, also das Gegenteil von dem was man meistens erreichen möchte. Es gibt sogar Akupunkteure, die ohne Einstechen der Nadel behandeln, was aber jahrelange Übung erfordert – aber das Ergebnis ist über die Pulsdiagnose direkt überprüfbar und genauso effektiv, wenn beherrscht. Wenn man also die chinesische Akupunktur verwendet und den Nerv reizt, haben die westlichen Studien für diese Art der Akupunktur sogar recht, wenn sie behaupten es handele sich lediglich um Nervenstimulation, die im Hirn messbar ist. Das ist aber nicht der ursprüngliche Ansatz einer Akupunktur!!! Übrigens, ein sog. „De-Qi“-Gefühl gibt es auch bei der jap. Ak., allerdings spürt der Therapeut dies im Bauch, nicht der Patient an der Einstichstelle!
Bei der jap Aku werden sog. Führungsröhrchen benutzt, also eine art Hülse, in der die Nadel steckt, und durch welche die Nadel dann eingestochen wird. Das geschieht nahezu schmerzfrei, oft wundern sich Patienten darüber, dass die Nadel schon in der Haut ist. Durch diese Röhrchen kann man viel feinere/dünnere Nadeln verwenden, ohne Röhrchen ginge das nicht, da die Nadel sich verbiegen würde anstatt durch die Haut zu gehen. Wenn etwas bei der jap Ak schmerzt, dann eher die Punktsuche, wenn mit dem Finger leicht auf die Punkte gedrückt wird. Gestaute Energie an einem Punkt kann manchmal schmerzen, der Nadelstich führt dann oft zu einer sofortigen Erleichterung von schmerzhaften, gestauten Bereichen und so oft auch direkt zur Verbesserung der Symptome. Natürlich gab es noch einen Grund für die Führungsröhrchen, denn in Japan war Akupunktur lange Zeit eine Therapieform die Blinde ausgeübt haben. Die sind oft in der Lage den Punkt genau zu erspüren, nur durch Spüren über der Haut des Patienten, lediglich das Einstechen der Nadel ohne diese zu verbiegen war für Sie nicht möglich. Bambusröhrchen waren damals die ersten Führungsröhrchen. Dank der Blinden ist die Akupunktur auch heute noch in Japan so gut erhalten, wollten doch die Amerikaner damals in Japan die Akupunktur verbieten lassen. Lange Zeit hatten sich die Japaner nicht der Außenwelt geöffnet, bis amerikanische Kanonenboote bei Ihnen auftauchten. Letztendlich verbot man die Akupunktur (als Aberglauben abgetan) nur deshalb nicht, weil men den Blinden ihre Lebensaufgabe nicht nehmen wollte.
Die Diagnose
Ein anderes Konzept der alten chinesischen und der japanischen Akupunktur ist die Bauchdiagnose. Hierbei wird nach verschiedenen Schemas auf den Bauch des Patienten gedrückt oder nur leicht darüber gestrichen. Dies gibt Auskünfte über Störzonen, gestaute Meridiane (Energieleitbahnen, die das Qi durch den Körper transportieren), die Immunabwehr oder Blutstagnationen, Wärmeverteilung im Körper etc. Eigentlich ist oft eine Befragung dabei gar nicht mehr notwendig. Beseitigt man die Störfelder, verschwinden die Symptome meist früher oder später von alleine. Natürlich kann auch das je nach Schwere der Störung unterschiedlich lange dauern. Wichtig ist aber hierbei die komplexe Vorgehensweise. So werden Narben entstört, denn diese können massive Probleme und schwere Erkrankungen verursachen oder Behandlungen blockieren, wenn beispielsweise eine Leitbahn (Meridian) das Qi nicht mehr transportieren kann, weil die Narbe stört.
Auch eine alte Steißbeinverletzung oder ein Halux (Fußknochenauswölbung hinter der großen Zehe, oft wg. hohem Schuhwerk bei Frauen) können jeden Therapieerfolg verhindern. Solche Dinge müssen zuerst entstört werden.
Dann werden die Bauchdiagnose-Zonen entstört. Man drückt an schmerzhaften Stellen und wählt Erfahrungspunkte aus, mit denen das verbessert werden kann. Oft muss sogar der Winkel des Nadeleinstichs variiert werden, bis eine deutliche Besserung an der Teststelle erzielt wird. Das ist vielleicht die älteste Kinesiologie der Welt, für die, die dieses Verfahren kennen. Der Körper sagt uns über sogenannte Alarmpunkte (die gedrückt werden und dann schmerzen können) und über die Bauchdiagnose so ziemlich alles. Ob das Hormonsystem stimmt, die Immunabwehr, welche Organsysteme betroffen sind, und ob es sich nur um Energieblockaden (Qi-Stagnation) oder um Blutstagnation handelt, ob der Körper entgiftet werden muss...... es gibt Erfahrungspunkte-Kombinationen bei manchen Beschwerden.... oft wird Kraut (Beifuss) mit Nadeln benutzt, indem es auf die Nadeln gesteckt wird und abgebrannt wird – das fühlt sich äußerst angenehm an, entspannt oft völlig, zum Beispiel den unteren Rücken bei Schmerzen oder eben Nieren-Mangel (s.o.), oder es wird die Blutproduktion durch Punkte auf dem Bauch angeregt mit dieser sog. Moxa-Therapie. Die TCM kennt diese übrigens auch, allerdings wird sie oft nicht verwendet aufgrund falscher Vorsicht, weil man evtl. Hitze im Körper nicht verstärken möchte (z.B. Hitzewallungen, starkes Schwitzen) – dabei kann ein Blutmangel natürlich Hitzewallungen verursachen, denn Blut kühlt natürlich auch. Wird das Moxa blutaufbauend genutzt, wirkt es dann natürlich gegen Hitzewallungen und verstärkt diese keineswegs. So kann eine Therapieform wie die TCM sich selber behindern.
Vorbeugung
Eine solche Behandlung wird natürlich optimal präventiv eingesetzt, wenn noch keine Gesundheitsprobleme da sind. Oft zeigen sich dann schon schmerzhafte Zonen im Bauch, Alarmpunkte oder Narben, die nicht entstört wurden, Ansammlung von Giften durch z.B. angesammelte Medikamente im Körper o.ä.
Natürlich ist es eher die Ausnahme, das sich hier in Deutschland ein gesunder Mensch alternativ untersuchen lässt. Aber wie oben aufgeführt, ist dieses Verfahren auch sehr effektiv bei praktisch allen Arten von Beschwerden.
Meist muss je nach Schwere der Problematik nach und nach alles abgearbeitet werden, ohne die Narben zu entstören braucht man nicht weiter machen. Beim nächsten Mal muss evlt. entgiftet werden, vielleicht sogar mehrfach. Dabei kann man schon an evtl. vorhandenen Blutstagnationen arbeiten, auch evtl. mehrfach. Aber alles weitere macht dann noch keinen Sinn. Zeigt sich das Hormonsystem über sog. Alarmpunkte anfangs betroffen, kann sich dieses oft nachher von alleine entstören/regulieren, nur durch die vorherigen Therapien. Daher lässt sich nicht sagen, wie viele Behandlungen nötig sind. Ein Richtwert liegt bei 5-10 Behandlungen, dann müssen deutliche Verbesserungen erkennbar sein, je nach Schwere auch schon ein Verschwinden der Symptome. Natürlich gibt es auch Erkrankungen, die lange Behandlung erfordern, dies zeigt sich aber nicht in der Bezeichnung „chronisch“, die der Erkrankung vom Westen verliehen wurden, sondern ausschließlich in der Fähigkeit des Körpers, wie viele Störzonen es gibt, und wie schnell der Körper auf die Behandlung anspricht.
Der Behandlungsintervall sollte bei 1-2 Mal die Woche liegen.
Spirituelle Akupunktur
Die Punkte haben in China Namen bzw. ganze Geschichten, keine Nummern. Nutzt man diese beim Nadeln mit der entsprechenden Intention und erklärt die Wirkungsweise, kann man hierüber die Seele direkt ansprechen. Hierbei wird die feine Nadel nur kurz eingestochen, gedreht und wieder entfernt. Die Konzentrationsfähigkeit des Therapeuten und die Kommunikation mit dem Patienten stehen hierbei im Vordergrund um direkt zur Seele vordringen zu können.
Kombiniert man all diese Verfahren, ergibt die Akupunktur eine ganzheitliche Medizin.
Nun kennen sie viele Bereiche der Akupunktur. Vieles kann man selber unterstützend tun. Die Ernährung evtl. anpassen, nach für uns im Westen ganz neuen Gesichtspunkten, Qi-Gong Übungen machen (eine art ruhige Bewegungen, die den Qi-Fluss und die Aufnahme des Qi verstärken, teilweise auch gezielt in Problembereichen), Kräuter können unterstützen, Gespräche und Erklärungen über die 5 Elemente und den Grundtypus, sowie einen möglichen besseren Umgang mit sich und/oder seinem Leben, seelische Behandlung über Gespräche und die Nutzung der Namen der Akupunktur-Punkte, jeder entscheidet selbst, wie viel er dazu bei steuern kann/möchte damit er gesund wird. Die Akupunktur ist also sehr wohl ein ganzheitliches System, welches auf alle 3 Ebenen wirkt, Körper, Seele und Geist. Denn wer nur einen der drei Bereiche behandelt, kann keine tiefe Heilung erzielen. Allerdings manchmal Symptomfreiheit – die sich dann oft später als Symptomverschiebung herausstellt. Wem fällt denn schon im Westen auf, wenn der Rücken nicht mehr schmerzt, daß die Knieschmerzen oder der Hörsturz vielleicht die selbe Problematik sind – und da könnte doch auch manchmal Angst (Wasser-Element) zu finden sein....
Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)
Aber in China hat sich eine sehr viel umfangreichere Ausbildung durchgesetzt, die sogenannte TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), wenngleich der Name sehr irreführend ist. Wirklich traditionell ist diese nämlich nicht. Sind die Therapien zu unterschiedlich bzw. widersprüchlich, wurde nur eine der Formen akzeptiert. Früher wurde pragmatisch akupunktiert, wenn eine Methode nicht half, wurde ein anderer Therapieansatz verfolgt. So entstand die große Erfahrungsheilkunde der Akupunktur über mehrere tausend Jahre. Dies war nicht kompatibel mit der westlichen Kausalität, denn hier gibt es nur ein entweder/oder, kein sowohl/als auch – dadurch wurde die Akupunktur vieler ihrer stärken beraubt um sie zu vereinheitlichen, auch zum Export in den Westen.
In der TCM wurde eine neue Diagnostik eingeführt. Diese fasst sog. Syndrome zusammen, eine Art Syptom-Sammlung die sich auf die Organsysteme bzw. Funktionskreise bezieht. Diese ist sehr weitreichend und gut, kennt man doch in China Zusammenhänge, die wir im Westen erst langsam anfangen zu verstehen. Beispiele hierzu später.
Da wie gesagt viel der Erfahrungsheilkunde verloren ging und man in China sehr viel mehr Wert auf Kräuter legte, ging die ganze Diagnostik in diese Richtung. So wird die Zunge diagnostiziert, der Puls und eine ausführliche Befragung erfolgt. Bei der Zungendiagnose wird die Farbe, Form und Belag, sowie die Unterzungenvenen begutachtet und bewertet. Die Pulsdiagnose unterscheidet auf 6 verschiedenen Positionen in jeweils 3 Tiefen über 30 Formen des Pulses. So gibt es beispielsweise einen gespannten Puls (wie eine Gitarrenseite), oder einen oberflächlichen (pocht oben, lässt sich aber leicht wegdrücken) u.v.m. Inzwischen hat man Geräte in China entwickelt, die bis zu 10 verschiedene Pulse messen können, da man sonst nicht genügend Ärzte hat. Diese werden in großen Krankenhäusern eingesetzt.
Diese Werte sind für eine Kräuterbehandlung hervorragende Diagnostiken, für die Akupunktur jedoch nur begrenzt brauchbar. So entstand dann aufgrund der Kräuterdiagnostik die Meinung man könnte vieles nicht mit Akupunktur behandeln, wenn man nicht zusätzlich Kräuter verwendet. Für die TCM stimmt dies auch, aber nicht für die Akupunktur die früher praktiziert wurde. Die TCM ist übrigens in China ein Vollzeitstudium von mindestens 3 Jahren, Vollzeit heißt Internat mit 360 Tagen im Jahr von morgens bis abends!! Ein Beispiel für die Herleitung einer Syndrom-Diagnose:
Zum Organ oder besser Funktionskreis Niere (über das Element Wasser mit der Blase gekoppelt) weiß man in China folgendes:
Die Niere gehört zum Element Wasser, wie auch die Blase. Sie ist zuständig für die Ohren/Gehör, das Haupthaar, Zähne, Knochen, Nervensystem und Gehirn, für Angst und Willenskraft, den Harn, für Fruchtbarkeit, Harn, ist verbunden mit dem Winter und mag keine Kälte. Hieraus kann man nun Symptome ableiten, die dann in Syndromen zusammengefasst werden, z.B. Haarausfall, Hörsturz, Angst/Panik oder Unfruchtbarkeit, viele Knochenbrüche oder schlechte Zähne, ein schwaches Nervensystem etc. Nun unterscheidet man die Syndrome nach der tiefe der Erkrankung (chronisch wäre eine starke Vereinfachung, die Unterscheidung ist sehr genau) und nach der Herkunft der Erkrankung bzw. deren Auswirkung. Hat man beispielsweise eine Blasenentzündung (Partner der Niere) oder untere Rückenschmerzen, weil man einem kalten Zugwind ausgesetzt war, spricht man von Kälte, die in Niere bzw. Blase eingedrungen ist. Sind aber der Rücken und die Knie immer wieder betroffen, oder die Knochen brüchig – oder die Eltern hatten ähnliche Erkrankungen (in der Niere sitzt die Erbenergie = Jing), ist von einer Mangelerkrankung der Niere auszugehen.
Des weiteren unterscheidet man Yin und Yang. Man könnte sagen die kühlende, substantielle, ruhende, organische, nachtaktive Energie, das Yin, oder die eher aktive Energie, wovon das Qi, die angesprochene Lebensenergie ein Teil ist. Kann also die Niere nicht mehr das Qi der Lunge in Empfang nehmen (die Lunge nimmt das Qi über die Atmung auf und soll es nach unten bringen), weil sie nicht mehr stark genug ist, könnte sogar Asthma ein Nierenproblem sein, was man sonst eher der Lunge zuordnet in der TCM. Ist ein Mensch ständig schwach, ihm ist kalt, er ist antriebslos, liegt evtl. ein Nieren-Yang-Mangel vor. Bei Nieren-Yin-Mangel wäre die Problematik eher Hitze die sich vor allem nachts in Nachtschweiss zeigen könnte, denn das Yin kann das Yang nicht mehr kühlen. Auch könnten die Organe ein Problem bei der Befeuchtung haben, das Nervensystem unruhig sein, ein Hörsturz wäre auch möglich. Auch Ängste und Panik können sich zeigen.
Sie sehen, ein sehr komplexes System, was vielen Zusammenhängen einen Sinn gibt. Wer käme im Westen schon auf die Idee untere Rückenprobleme mit einem Hörsturz, Kopfhaarverlust oder schlechten Zähnen in Verbindung zu bringen, oder gar mit Ängsten und Panik oder dem Nervensystem oder Depressionen? Für die Akupunktur gibt sich dann nur das Problem, das man aufgrund der vorgenommenen Diagnostik versucht Punktekombinationen zu nutzen, die für die einzelnen Syndrome vorgegeben sind. Dies funktioniert dann allerdings nur begrenzt, und so kommt dann spätestens bei etwas schwereren Erkrankungen wie dem Nieren-Yin- Mangel der Kommentar: „ohne Kräuter geht das mit der Akupunktur nicht“. Dies ist im Kontext der TCM sogar die traurige Wahrheit, aber nicht wenn man die ursprüngliche Akupunktur anwendet. Natürlich braucht eine schwere Erkrankung ihre Zeit an Therapie, aber das ist auch mit Kräutern so. Sinnvoll ist auch eine Therapie die Kräuter und Akupunktur beinhaltet, vor allem weil dies den Geldbeutel schont. Allerdings ist die TCM-Art der Akupunktur hier nicht so effektiv – denn wie die TCM selber sagt, damit geht halt manches nicht.
Medizinische Heilhypnose
1 Die Geschichte der Hypnose
2 Was ist Hypnose?
3 Wie wird nun eine Therapie durchgeführt?
4 Bei welchen Erkrankungen kann die Heilhypnose eingesetzt werden?
5 Birgt eine Heilhypnose Gefahren in sich?
6 Weitere Fragen
7 Ausblick
1 Die Geschichte der Hypnose
Seit ca. 2000 Jahren vor Christi Geburt ist die Heilhypnose als Heilmethode urkundlich belegt. Im 17. Jahrhundert wiederentdeckt von dem Arzt Anton Messmer, später Cuè in Nancy, erlebte diese Therapieform wieder ein Aufleben. Sie blickt inzwischen auf eine fast 4000-jährige Geschichte zurück. Sie führt heute unberechtigterweise immer noch ein Schattendasein, weil durch Vorurteile nicht aufgeklärter Menschen immer noch „mystische“ Geschichten verbreitet werden und von Generation zu Generation weiter gegeben werden. Da aber gerade in den letzten Jahren eine verstärkte Hinwendung zu natürlichen Heilmethoden besteht, erlebt gerade die Heilhypnose ein großes Comeback. Dieses spiegelt sich auch in den verstärkt angebotenen Kursen in "autogenem Training" wieder, dass ja seine Begründung in der Heilhypnose hat und eine Selbsthypnose darstellt. Es ist bekannt, dass nahezu alle Erkrankungen ihre Wurzeln in seelischen Belastungen haben, ohne dem Menschen bewusst zu sein.
Es ist daher wichtig, nicht das Symptom einer Krankheit zu behandeln, sondern stets nach der Ursache zu forschen. Wird die Ursache einer Krankheit aufgedeckt und entsprechend behandelt, verschwindet das Symptom von ganz allein. Durch die Heilhypnose werden die dafür erforderlichen Kräfte geweckt und zum Wohle des Menschen eingesetzt.
2 Was ist Hypnose?
Der Begriff Hypnose entstammt dem griechischen Wort „hypnos“ für Schlaf. Doch hat die medizinische Heilhypnose nichts mit dem Schlaf an sich gemeinsam. Sie hat auch nichts mit den hypnotischen Techniken zu Unterhaltungszwecken zu tun, bei der der Hypnotiseur (mystische) Fähigkeiten besitzt, die es ihm ermöglichen fremde Menschen zu willenlosen Geschöpfen zu machen.
Hypnose kann als ein Zustand erhöhter Aufmerksamkeit und Wahrnehmungsschärfe beschrieben werden, durch den dem Patienten der Zugang zu seinem Unterbewusstsein ermöglicht wird. Das Unterbewusstsein steuert in jedem Menschen mindestens 70% aller Lebensvorgänge; nur 30% werden durch den Willen beeinflusst. Dieses sind feststehende Zahlen, die anerkannt sind. Amerikanische Forscher gehen inzwischen soweit, dass sie behaupten, 90% aller Lebensvorgänge werden durch das Unbewusste gesteuert, nur 10% durch den Willen. Sie können sich nach einer Behandlung an alle Worte erinnern, die Ihnen Ihr Therapeut gesagt hat. Sie nehmen auch die Umweltgeräusche wahr, nur sie stören Sie nicht mehr. Der Erfolg der Hypnosetherapie besteht darin, dass durch entsprechende Formeln Ihr Unterbewusstsein im positiven Sinn neue Impulse erhält, die es dann später umsetzt.
Die Heilhypnose trägt nun dazu bei, Ihr Unterbewusstsein als Partner zu bekommen. Sie hat die Aufgabe, die im Unterbewusstsein eines Menschen verankerte negative Programmierung zu löschen und durch positive Elemente zu ersetzen. Wie stark das Unbewusste in Ihnen herrscht, haben Sie bestimmt schon oft erlebt. Gehen Sie eine aufkeimende Unruhe mit "ich will das nicht" an, so werden Sie erleben, dass die Unruhe zunimmt, also die negativen 70% stärker sind. Hier ist es dann wichtig, durch die Therapie umzulernen auf das "Wunschdenken", z. B. "ich bin ganz ruhig". In diesem Fall wirkt Ihr Denkimpuls positiv in Ihr Unbewusstes und kommt daher als Echo auch positiv zurück.
Schlechtes Beispiel: das Unterbewusstsein reagiert auch auf Verneinungen!!!! Wird oft anders behauptet, aber es funktioniert in der Hypnose so. Wenn ich z.B. jemandem in der tiefsten Stufe der Hypnose suggeriere, dass er eine bestimmte Person im Raum danach nicht mehr sieht, dann sieht er sie auch nicht mehr! Angst ist hierfür vielleicht ein besseres Beispiel („ich habe keine Angst“) funktioniert meist nicht. Erforscht man dagegen die unbewussten Ursachen für Angst, lässt so einen Zugang zum Unterbewusstsein entstehen und zieht dieses auf seine Seite, dann kann man die Angst mit solchen Suggestionen auch bekämpfen.
Sie sehen also, dass die Heilhypnose nichts "Unheimliches" an sich hat, sondern ein Ruhezustand ist, in dem Ihr Unterbewusstsein zugeschaltet ist und alles, was Ihnen gesagt wird, wird dort ähnlich einem Computer gespeichert. Alle positiven Suggestionen sind dann immer abrufbereit für Sie da.
3 Wie wird nun eine Therapie durchgeführt?
Der Patient legt sich ganz bequem auf eine Liege. Die Hypnose selbst wird durch unterschiedliche Suggestionstechniken hergestellt. Der Therapeut sitzt neben dem Patienten und fordert diesen auf, einen Gegenstand anzusehen, den er ihm über die Augen hält oder gleich die Augen zu schließen. Durch beruhigendes Einreden auf den Patienten kommt dieser dann in einen vertieften Ruhezustand in dem sein Unterbewusstsein mehr und mehr auftaucht. Je tiefer der Ruhezustand, um so weiter öffnet sich das Unterbewusstsein.
Körperlich spüren Sie eine angenehme Schwere und Wärme sowie eine herrliche Ruhe. In diesem Zustand erhalten Sie nun, je nach Ihrem Krankheitsbild, individuelle Suggestionen. Diese Suggestionen werden mehrmals wiederholt. Da Sie sich auch im Wachzustand an diese Formeln erinnern können, lernen Sie, anders zu denken. Diese positiven Denkimpulse lösen dann im Unbewussten die dort verankerten Heilsuggestionen aus. Am Ende der Therapie, die im Schnitt 45 Minuten dauert, zählt der Therapeut bis zu einer bestimmten Zahl, nach der Sie dann frisch und munter „aufwachen“.
Eine Therapie wird immer durch Bereitschaft zu Mitarbeit, Vertrauen, sowie Konzentrationsfähigkeit und Phantasie gefördert. Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden, die Hypnose leitet der Patient selber ein durch seine Entspannung, Vertrauen und Loslassen. Dies dauert bei jedem Menschen unterschiedlich lange; daher sind verschiedene Anzahlen an Hypnose-Sitzungen nötig bis man in die tiefsten Trancen gelangt. In der Showhypnose werden immer nur Leute genommen, die leicht in Trance zu bringen sind, diese werden vorher ausgetestet. Zudem werden hier keine problematischen Krankheitsbilder behandelt...
4 Bei welchen Erkrankungen kann die Heilhypnose eingesetzt werden?
Mit dieser Therapie kann auf alle Organe des menschlichen Körpers Einfluss genommen werden. Zum Beispiel können Magen und Darmtätigkeit, die Herztätigkeit, der Blutdruck, die Drüsenfunktionen, die Muskel und Nerventätigkeiten sowie Empfindungen und Gefühlsleben beeinflusst werden.
Die hauptsächlichen Anwendungsgebiete führe ich hiermit stichwortartig auf:
Ängste (Lampenfieber, Platzangst, Prüfungs u. Schulängste usw.); allergische Erkrankungen, Bettnässen, Bewegungsstörungen, Empfindungsstörungen, Hauterkrankungen; funktionelle, nervöse Herzstörungen; Konzentrationsmangel; Lähmungen, auch Lähmungen nach Schlaganfall; Magen u. Darmerkrankungen (Colitis Ulcerosa, Magengeschwüre, Magersucht); Kopfschmerzen, Migräne; Schlafstörungen (Ein u. Durchschlafstörungen); Schmerzzustände verschiedener Art; seelische Störungen wie Depressionen usw.; Sexualstörungen wie Impotenz, Frigidität, sexuelle Verhaltensstörungen; Sprachstörungen (Stottern); Suchtkrankheiten (Fettsucht, Alkoholismus, Medikamentensucht, Drogensucht, Nikotinsucht); Stuhlverhaltung, Verbrennungen, Warzen; Zwangsneurosen.
Dies ist nur eine kleine Zusammenfassung der Indikationen für eine Hypnosetherapie. Ferner kann sie bei Operationen, Zahnbehandlungen und auch in der Geburtshilfe eingesetzt werden. Es ist immer ratsam, zumindest einen Therapieversuch zu unternehmen, wenn Medikamente nicht vertragen werden. Dauer einer Heilhypnosebehandlung ist im Schnitt 45 Minuten. Sie sollte 2 3 mal wöchentlich durchgeführt werden. Die Gesamtzahl der Sitzungen richtet sich immer nach den persönlichen Gegebenheiten und der Schwere der Erkrankung. Das Behandlungsschema wird immer individuell erstellt, die Abstände der Behandlungen werden dann später immer größer. Zusätzlich wird die Therapie durch individuell erstellte Behandlungskassetten unterstützt, die täglich einmal gehört werden sollen.
Oftmals wirkt die Heilhypnose stärker als jedes Medikament.
5 Birgt eine Heilhypnose Gefahren in sich?
Diese Frage wird oft gestellt. Sie ist aber auch ebenso schnell beantwortet. Bei sachgemäßer Anwendung durch einen geschulten Therapeuten keine. Warnen kann ich nur vor Laienbehandlern, die sich irgendwo eine Therapie angeeignet haben, aber nicht die nötigen medizinischen Kenntnisse besitzen, diese ordnungsgemäß durchzuführen, das heißt, die nötigen Voruntersuchungen vorzunehmen. Ich möchte aber doch auf einige Bedenken eingehen, die in den meisten Fällen durch falsche Darstellung in Filmen und in der Presse hervorgerufen werden:
6 Weitere Fragen
Hypnotisierbarkeit
Oft wird die Frage nach der Hypnotisierbarkeit gestellt. Hier wird oft davon ausgegangen, dass weniger intelligente Menschen leichter zu hypnotisieren bzw. zu therapieren sind als intelligentere. Dies ist jedoch ein Trugschluss. Je intelligenter ein Mensch ist, um so leichter ist er zu therapieren.
Wer sollte nicht hypnotisiert werden?
Eine Heilhypnosebehandlung ist nicht angezeigt z.B. bei Kindern unter 6 Jahren, Menschen mit starken arteriosklerotischen Bewusstseinsstörungen, Psychosen und manischen Depressionen; auch ein sehr niedriger Blutdruck kann eine vorherige Therapie erforderlich machen, die den Blutdruck stabilisiert.
Verändert sich der Charakter durch Heilhypnose?
Eine Veränderung des Charakters durch Heilhypnose ist nicht möglich, da bei einer Heilhypnosebehandlung nur die Dinge durch den Therapeuten suggeriert werden, die der Patient sich selber wünscht. Charakterfremde Suggestionen würden außerdem nicht ausgeführt. Darin unterscheidet sich die Heilhypnose auch ganz stark von chemischen Arzneimitteln, die tatsächlich charakterverändernd wirken können.
Verrät der Patient in der Hypnose Dinge, die er nicht preisgeben möchte?
Normalerweise brauchen Sie während einer Heilhypnosebehandlung nicht zu sprechen. Sie hören nur dem zu, was Ihnen der Therapeut sagt. Sie können sich auch hinterher an alles erinnern, was Ihnen gesagt wurde. Nur in Ausnahmefällen, wenn es nötig ist, weit zurückliegende Ereignisse zu erkennen, die zu diesem Krankheitsbild geführt haben, ist das Fragestellen in der Therapie erforderlich. Dies erfolgt aber grundsätzlich in Absprache mit dem Patienten. Ohne Einwilligung des Patienten werden derartige Anamnesen nicht durchgeführt.
Ist es möglich, aus einer Heilhypnosebehandlung nicht wieder zu erwachen?
Sie werden grundsätzlich immer wieder erwachen. Wenn zum Beispiel der Therapeut vergessen würde, Sie zu wecken, ginge der hypnoide Zustand automatisch in einen normalen Nachtschlaf über, aus dem Sie immer wieder erwachen.
Nebenwirkungen und gesundheitliche Schäden durch Heilhypnose?
Diese Frage kann man mit ruhigem Gewissen mit "nein" beantworten. Im Gegenteil, durch die allgemeine Entspannung und Ruhe im Körper kommt es zu einem ganz natürlichen Heilreiz, das heißt, es werden auch Dinge im Körper positiv beeinflusst, die gar nicht mit der Behandlung angegangen wurden. Nur bei Patienten mit schlechter Konzentration tritt nach der Behandlung eine leichte Müdigkeit auf, die aber bald verschwindet. Das ist, wenn überhaupt, nur bei den ersten Behandlungen der Fall.
Kann man in Hypnose die Kontrolle über sich und seinen Körper verlieren?
Auch hier muss ich mit einem "Nein" antworten. Bei der Heilhypnose befinden Sie sich in einem vertieften Ruhezustand, in dem Sie alles um sich herum wahrnehmen können, miterleben und sich auch daran erinnern können. Sie sind nicht bewusstlos! Warnen kann ich Sie nur vor irgendwelchen "Schauhypnotiseuren". Stellen Sie sich nie für solche dubiosen Versuche zur Verfügung, da unsachgemäße Anwendung Nachwirkungen haben kann.
Vereinbarkeit der Heilhypnose mit dem Glauben
Auch hier kann man ganz beruhigt sein. Es wird ja nichts anderes suggeriert, als das, was Sie sich wünschen. Durch Ihren Glauben an das Positive unterstützen Sie den Heilerfolg. Ich zitiere hier immer das Neue Testament, wo die Frau zu Jesus sagt: "Herr, ich danke dir, dass du mich geheilt hast!". Daraufhin Jesus: "Nicht ich habe dich geheilt, sondern dein Glaube hat dich geheilt, deinem Glauben ist nichts unmöglich!" So gibt es viele Stellen im Neuen Testament, wo Jesus mit der guten Suggestion geheilt hat, das heißt, Heilimpulse im Körper des Gläubigen gesetzt hat. Aus diesem Grund kann die Heilhypnose auch von Strenggläubigen nicht nur als unbedenklich, sonder als eine seiner Haltung entsprechende Therapie angesehen werden. Ablehnen müsste man eher andere Therapieverfahren durch starke Medikamente, weil sie eine wirklich unkontrollierbare Beeinflussung des Menschen darstellen. Dagegen werden in Heilhypnose nur die gewünschten Suggestionen erteilt.
7 Ausblick
Ich hoffe, dass ich mit diesem kleinen Artikel dazu beitragen konnte, bestehende Vorurteile gegen die medizinsche Heilhypnose auszuräumen. Sie können sich wirklich in Ruhe Ihrem verantwortungsbewussten und sachkundigen Therapeuten anvertrauen. Mit seiner Hilfe und dieser hervorragenden Psychotherapie "Heilhypnose" werden Sie bestimmt so manche Hürde des Lebens leichter nehmen können. Das wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.
Quelle: Mit freundlicher Genehmigung von Peter Berg, Holzminden
Moderne Hypnose - Eine Hilfe zur Selbsthilfe
Harmonie und Einklang mit uns selbst sind Grundvoraussetzungen für ein gesundes und glückliches Leben. Sobald die innere Harmonie gestört wird, wie zum Beispiel durch eine schwere Kindheit, seelische Dauerbelastungen oder negative Erlebnisse, stimmt das Zusammenspiel von Körper und Geist nicht mehr.
Das Unbewusste, als Vertreter des Geistes, verursacht früher oder später ein körperliches oder psychisches Problem, meistens an der Stelle, an der man konstitutionell am schwächsten ist. Da man normalerweise keinen Zugriff auf sein Unbewusstes hat, ist der Person die Ursache für ihr Problem oder ihre Krankheit oft noch nicht einmal bewusst. Mit Hilfe der modernen Hypnose kann man einen schnellen Kontakt zum Unbewussten schaffen, mit ihm kommunizieren, die Ursachen aufdecken und auch auflösen. So wird die Harmonie zwischen Körper und Geist auf schnelle, effiziente aber sanfte Art und Weise wiederhergestellt. Selbstheilungsprozess, Änderung der Lebenseinstellung oder Gewohnheiten setzen sich wie von selbst in Gang – und dabei sind Sie sich während der Sitzungen stets bewusst und haben jederzeit die Kontrolle über sich selbst.
Wer oder was ist dieses Unbewusste, das Übeltäter und Heiler zugleich sein kann?
Wir können uns unser Gesamtbewusstsein wie einen Eisberg vorstellen, der im Wasser treibt. 10 bis 15 % dieses Kolosses schwimmen über Wasser, sind also sichtbar. Das ist unser Tagesbewusstsein, das bewusste Wahrnehmen unserer Umgebung und unser Tun im Hier und Jetzt. Darunter befindet sich unser Unterbewusstsein, manche nennen es auch “Bauchgefühl“. Es umfasst ebenfalls nur 10 bis 15 %. Darin ist alles gespeichert, was wir für unser tägliches Handeln und Tun wissen, aber nicht unbedingt ständig präsent haben müssen. Eine Beispiel dazu – Autofahren. Jeder Fahrer erinnert sich bestimmt noch an seine ersten Fahrstunden: Gang einlegen, Kupplung kommen lassen, Gas geben, lenken, Blinker setzen, Schulterblick, Rückspiegel, Bremsen, Gang wechseln usw. und das alles am besten gleichzeitig! 30.000 km später sieht das Ganze doch meist schon entspannter aus. Nach dem bewussten Lernprozess erfolgt der Automatismus. Sich ständig wiederholende Tätigkeiten werden schnell vom Tagesbewusstsein eine Ebene tiefer in das Unterbewusstsein abgeschoben. Das Tagesbewusstsein hat somit wieder freie Kapazitäten für andere, neue Vorgänge.
Die restlichen 70 bis 80 % unseres Gesamtbewusstseins, des Eisberges, umfasst das Unbewusste. Darin sind alle restlichen Erlebnisse und Erfahrungen gespeichert, die wir Laufe unseres Lebens und Vorlebens gesammelt, für die wir aber keine akute Verwendung haben. Man findet dort Wesenszüge, Muster und Angewohnheiten, aber auch ungenutzte Fähigkeiten und Talente als Ergebnis von persönlich gemachten Lebenserfahrungen. Und diese können sich sowohl positiv als auch negativ auf den Körper und den Geist auswirken. Wenn man nun diese Lebenserfahrungen mittels Hypnose in der Trance abruft, kann man sie erneut betrachten, vielleicht auch aus einem anderen Blickwinkel. Man hat die Möglichkeit sie neu zu bewerten oder auch einfach ganz aufzulösen.
Wie soll das funktionieren?
Trance ist ein Empfindungserleben zwischen Wachzustand und Schlaf. Dabei sind körperliche Funktionen wie Bewegung, Puls, Atmung usw. herabgesetzt, während die geistigen Wahrnehmungen wie z.B. Vorstellungskraft und Emotionen aktiviert werden. Eine harmonische Atmosphäre und leise Musik helfen dabei, den Alltag in den Hintergrund zu stellen und in die Trance bei einer gleichzeitig sehr angenehmen Entspannung zu gleiten. Zunächst wird dieser Zustand bewusst mit Hilfe des Hypnotiseurs erzeugt und mit der Person eingeübt. Später kann die Person sich jederzeit selbst hypnotisieren und damit ohne weitere äußere Hilfe diesen Entspannungszustand erneut hervorrufen und auch jederzeit wieder beenden.
In Trance zu gehen ist ein absolut freiwilliger Vorgang. Auch während dieses Zustandes ist die eigene Willenskraft immer aktiv. Man fühlt sich wach, entspannt, und kommuniziert über seine Empfindungen oder Erlebnisse. Vertrauen, loslassen und sich selbst wahrnehmen zu wollen, sind wichtige Eigenschaften für eine erfolgreiche Hypnose.
Einige Anwendungsbereiche für die moderne Hypnose:
- Asthma, Allergien
- Ängste (Panikattacken, Phobien, Flugangst, Angst vor dem Zahnarzt, Prüfungsangst etc.)
- Neurosen
- Schmerzen (Migräne, Phantomschmerzen etc.)
- Tinnitus
- Raucherentwöhnung
- Essstörung, Gewichtsreduzierung
- Vegetative Störungen (Schlaf-, Verdauungs-, Konzentrations-. Sprachstörungen etc.)
- Schulprobleme
- Depressionen, Melancholie
- Burnout-Syndrom
- Krebstherapie, begleitend
Es gibt viele Wege innere Harmonie und Einklang mit sich selbst zu finden und zu bewahren: Körperübungen, Meditationen, Lebensphilosophien, etc. „Mit der modernen Hypnose kannst Du einen schnellen und effektiven Weg finden, Dich selbst zu öffnen und Zugang zu Deinem Inneren zu finden. Dadurch hast Du die Möglichkeit, eigenständig alle Probleme, Blockaden oder Ängste in Dir aufzulösen.
Denn: Keiner kennt Dich besser als Du selbst!
Veröffentlicht in der Himmelsleiter-euregio Ausgabe Mai/Juni 2006
Indische Mantra Heilung
„ Am Anfang war das Wort
und das Wort war bei Gott
und Gott war das Wort“
- Aus dem Johannesevangelium
„Am Anfang war Brahman,
bei dem war das Wort
und das Wort war wahrhaftig
das höchste Brahman“
- Aus der Rig-Veda, eine der ältesten
Hinduschriften. Brahman ist die
Bezeichnung für die unmanifestierte
höchste Gottheit der Schöpfung.
Diese Worte zeigen, dass sich die Schöpfungskraft im Wort verbirgt.
Was sind Mantren und wo kommen sie her?
Mantren sind eine Art Gebetsformeln. Sie werden benutzt um über die Schwingung, die der Klang ausübt, diverse Dinge zu bewegen/aktivieren/reinigen oder erreichen. Die meisten Mantren gibt es im Indischen, meist aus den alten Lehren die in Sanskrit geschrieben wurden, die sogenannten Veden. Die Veden sind die ältesten spirituellen Schriften auf dieser Welt. Sie wurden von Heiligen Männern, von den „Rischis“, vor ca. 4.000 Jahren auf Palmblattbüchern geschrieben. Aus den vedischen Überlieferungen und dem traditionellen Wissen des frühen Indiens ist bekannt, dass durch „Samenwörter“, wenn sie in einer bestimmten Reihenfolge wie in einem Mantra gebracht und rezitiert werden, große Reinigung geschieht. Diese wurden in Indien bewahrt und fast alle indischen Meister/Heiligen beziehen sich darauf. Mantren sind auch wie Energie-Formeln. Werden sie benutzt, wird der Nutzer, wenn er offenen Herzens ist und mit dem nötigen Vertrauen und Hingabe übt, mit der Essenz der jeweiligen Formel beschenkt( Ausführlicheres zu Mantren, siehe mehr...) . In Indien spricht man darüber, dass Jesus Mantren gelernt und praktiziert hat. Er soll in der Zeit zwischen seinem zwölften und dreißigsten Lebensjahr, die Zeit, in der in unserer Bibel keine Zeile über das Leben von Jesus geschrieben wird, durch Indien gereist sein, um sich unterrichten zu lassen. Alle Meister in Indien, wie auch Jesus, arbeiteten und arbeiten mit Mantren, mit der Kraft des Wortes und bewirkten und bewirken noch heute damit die großen Wunder.
Warum in Sanskrit?
Warum Sanskrit? Es gibt vom Klang natürlich unterschiedliche Sprachen. Jeder weiss, dass manche Sprachen sanft klingen (z.B. Französisch), andere deutlich härter (z.B. Spanisch). So ist jede Sprache und jeder Klang für andere Dinge geeignet. Die Englische Sprache eignet sich z.B. hervorragend für materielle Dinge, daher ist sie in der Geschäftswelt auch die Sprache Nummer eins. Im Bereich der römisch-katholischen Kirche wurde beispielsweise jahrhundertelang alles in lateinischer Sprache rezitiert, was dazu führte, dass z.B. Kirchen sehr stark mit Energie aufgeladen waren. Heute wird in den Kirchen in der jeweiligen Landessprache rezitiert bzw. gebetet und es wird einige Zeit dauern, bis die Worte eine solch starke Wirkung in den Gebäuden hinterlassen.
Wer benutzt Mantren?
Lange Zeit waren die in den Palmblättern enthaltenen oder von erleuchteten Meistern empfangenen Mantren ein großes Geheimnis und wurden nur von Lehrer zu Schüler direkt übermittelt; inzwischen sind viele veröffentlicht worden. Sowohl der Buddhismus, als auch der Hinduismus und natürlich auch westliche Mönche und Gläubige benutzen Mantren. Bei uns ist vor allem das Rosenkranzbeten bekannt, was jedoch immer seltener genutzt wird. Westliche Mantren werden vorwiegend noch in Klöstern rezitiert. Wofür benutzt man Mantren?
Alle Mantren haben spezielle Funktionen, die etwas im Menschen aktivieren sollen. So werden manche zur Überwindung der Angst vor dem Tod, gegen Negativität oder zum Schutz, aber auch konkret zur Heilung von verschiedenster Erkrankungen angewendet.
Die Mantren von Swami Kaleshwar
Leider werden Mantren und deren konkrete und korrekte Anwendung als großes Geheimnis gehütet. Eine Ausnahme hierfür bildet der indische HeiligeSri Swami Kashwar aus Penukonda . Als kleines Kind heilte er bereits seinen Bruder, der von allen Ärzten als unheilbar krank aufgegeben wurde. Berühmt wurde er durch seine Heilungen von sonst tödlichen Kobrabissen. Er ist einer der wenigen, die bereit sind ihr Wissen zu teilen und dies auch tun. Swami ärgert sich über all die Meister und Heiligen, die keine meisterhaften Schüler hervorbringen/gebracht haben. “Sie lassen die Schüler immer nur zu ihren Füßen sitzen und behalten alles Wissen für sich”, schreibt er sinngemäß in seinem neuen Buch( Buchtips....) Wer sich also für ein komplettes Heilsystem interessiert, der ist bei Swami Kaleshwars Lehren richtig. Er bietet speziell auch für Heiler Techniken an, um die aufgenommenen Energien wieder zu entladen. Sehr viele berühmteHeiler wurden später krank und sich elendig gestorben, weil sie die Energien die sie mit aufnahmen nicht entladen konnten. Selbst wenn man als Kanal arbeitet und die Energien nur “durchlässt” ist es wie bei einem Glas, durch das man Milch geschüttet hat, es bleibt immer etwas am Rand zurück. Das muss wieder gereinigt und entladen werden.
Gibt es verschiedene Heil-Energien?
Es gibt viele verschiedene Energien, mit denen geheilt werden kann. Wie bei manchen Geist-/Reiki- oder ähnlichen Heilungen kann man natürlich immer einfach nur Energie auf die betroffenen Stellen geben. Gehen wir mal davon aus, das diese „sauber“ ist, d.h. der Therapeut kann sich und seine Probleme/Energien völlig zurücknehmen, dann ist es dennoch sinnvoll zu wissen, welche Frequenz benötigt wird und wie diese übertragen werden kann. Hierfür ist das System der 5 Elemente sehr hilfreich. Selbst in der chinesischen Medizin würde man nicht einfach nurQi (Lebensenergie, Orgon, Od, Prana sind ähnliche Begriffe) auf den Patienten übertragen. Auch in China ist bekannt, dass es verschiedene Arten von Qi gibt, welches man nach seinen Funktionen unterscheidet. So ist dasLungen-Qi für die Immunabwehr verantwortlich, das Leber-Qi für den gleichmäßigen Energiefluss, das Gu-Qi für die Verdauung und das Yuan-Qi das ursprüngliche Qi, ohne das anderes nicht hergestellt werden kann. Aber das nur am Rande. Ich möchte nur eindringlich darauf hinweisen, dass es nicht damit getan ist einfach Qi oder Energie zu übertragen.
Warum 5 Elemente Mantren?
Der Mensch besteht, wie die Natur, aus den 5 Ursprungs-Elementen Erde, Feuer, Wasser Äther, Luft. Insofern decken sich chinesische (östliche) und westliche Ansichten, sowohl mit der Lehre Platons, der Alchimisten, Kabalisten und alten Magieschulen. Diese Elemente beinhalten bestimmte Energien, die es gilt durch die 5 Elemente Mantren kennenzulernen. Sie müssen ausgeglichen, aufgeladen und ggf. gereinigt werden. Dies ist ein großer Klärungsprozess, der zu innerer Heilung von körperlichen, geistigen und seelischen Belastungen führt. Hierbei kann es passieren, das alte Krankheiten, die nicht wirklich abgeheilt sind, wieder auftauchen und dann heilen. Einige dieser Mantren können gezielt für die Heilung eingesetzt werden; manche sogar für spezielle physische Erkrankungen. Auch für emotionale Probleme gibt es weiterführende Mantren; so leiden viele Menschen unter “gebrochenem Herzen” und hier spreche ich nicht von Liebeskummer, sondern davon, dass vielleicht einfach keine Beziehungen im Leben dieser Menschen funktionieren. Aber dies sind bereits weiterführende Heilsysteme. Für alle gilt: die 5 Elemente Mantren sind die Basis. Ohne diese in sich aufgeladen zu haben, kann man die anderen nicht erlernen, da einem nicht die Energien zur Verfügung stehen. Ein Fernziel der 5 Elemente Mantren ist es, die Elemente beherrschen zu lernen. Hier noch ein Zitat meines AusbildersParameschwara Herbert Hoffmann : “In dem du mit diesen Mantren die Elemente in dir reinigst, wird sich deine Seele automatisch auf die Energie der Erde ausrichten und sozusagen erstmals richtig „ankommen“, so dass sie höchsten Frieden erfahren kann. Ist deine Seele integriert, erhältst du die Macht und volle, unvorstellbare Kapazitäten über die Elemente, aus denen alles in unserem Universum besteht. Negativität existiert in dieser Welt zwar weiterhin, sie wird dich aber immer weniger beeinflussen. Bist du mit den Elementen verbunden, bist du in zunehmenden Maße mit Gott und der Göttlichen Mutter verbunden. Aus ihnen heraus ist alles entstanden, die Elemente und wir.”
Wie läuft der Elemente-Prozess ab?
Es handelt sich hierbei um einen Prozess, der ca. 1 Jahr dauert. Dabei werden Mantren still (in Gedanken) rezitiert/wiederholt, meist 108 Stück (= 1 Mala, indische Gebetskette bzw. 2 Rosenkränze a 54 Perlen). Einige an speziellen Tageszeiten, andere in speziellen Umgebungen etc. So lädt man Stück für Stück die Elemente in sich auf. Wichtig ist hierbei allerdings die richtige Aussprache, auch wenn man sie still macht - schließlich geht es um die Schwingung der Worte.
Wie wirken diese Mantren?
Die meisten Mantren wirken auf seelischer Ebene, aktivieren dort über ihre Schwingung mehr und mehr spezielle Energien der Elemente im Menschen. Sind diese aufgeladen und ausgeglichen, kann bei weiterem Rezitieren mit einigen Mantren anderen Menschen geholfen werden. Über die seelischen Veränderungen wirken die Mantren natürlich indirekt stark auf die Psyche und führen so zu mehr Ausgeglichenheit und insgesamt zu innerer Heilung. Allerdings ist dies keinesfalls ein leichter Prozess, aber der beeindruckendste und lohnendste, den ich bisher kennengelernt habe - und das waren einige (Schamanismus , Nathal-Methode , Geistheilung...).
Heilung mit Mantren
Wie gesagt gibt es weiterführende und sehr spezielle Heilmantren. Diese wendet man ähnlich einer Geistheilung an, und berührt den Patienten an diversen Körperstellen (meist Chakren oder wichtige energetische Punkte wo häufig auch Akupunkturpunkte liegen). Eine sehr entspannende, harmonisierende und heilende Wirkung hat das “Sai Shakti Healing”. Der Therapeut rezitiert hierbei ständig innerlich Mantren, während der Patient entspannt. Bei einige Übungen hält der Patient auch Gegenstände in der Hand oder sieht z.B. in eine Kerze.
Zusammenfassung
Es gilt, unseren Körper und unsere Seele zu reinigen. Dies ist uns möglich durch die Anwendung dieser heiligen Worte. Worte, die vor Tausenden von Jahren für genau diesen Zweck kreiert wurden. Kreiert von Menschen, die in diesen Zeiten als Göttliche Inkarnationen auf dieser Erde waren. Es sind hochwirksame Gebete und Anrufungen und der, der sie mit dem Herzen spricht und rezitiert erfährt eine wunderbare Wandlung. Die Schöpfungskraft liegt im verborgenen Wort. Nutzen wir wieder die Kraft der Schöpfung mit den ältesten Gebeten und Anrufungen.
Sri Swami Kaleshwar sagt: „Wenn du einen Schritt mit offenem Herzen auf Gott zugehst, kommt er dir neunundneunzig Schritte entgegen.“
Und diesen Schritt musst Du tun. Du musst auf Gott zugehen, mit offenem Herzen, so, wie Du zum Beispiel auf eine Rose in unserem Garten zugehen musst, wenn Du ihren Duft wahrnehmen willst. Sie kommt nicht zu Dir. Du siehst sie und hast vielleicht eine Ahnung davon, wie sie duftet. Aber erst wenn Du zu ihr gehst, wirst Du ihren Duft wahrnehmen. Und so ist es mit Gott und der Göttlichen Mutter. Um so mehr Du Dich auf Ihn und auf Sie zu bewegst, mit Deiner ganzen Aufmerksamkeit, deiner Hingabe, Deinem offenem Herzen, um so mehr wirst Du in die Erfahrung gehen und Seinen und Ihren lieblichen Duft wahrnehmen. In den von mir durchgeführtenSeminaren werden einige der geheimen Techniken enthüllt, die von den Heiligen benutzt werden, um „Wunder“ auszuführen. Sie können Dein und das Leben derer transformieren, die Du liebst. Obwohl diese Techniken sehr alt sind, wurden sie erst jetzt durch meinem LehrerSri Swami Kaleshwar der Welt enthüllt. Jedes dieser Elemente-Mantren hat eine spezifische Wirkung. Es gibt Mantren für das Element Erde, für das Feuer, den Himmel oder Äther, das Element Wasser und die Luft. Darunter sind hervorragende und bewährte Heilmantren und das Feuer–Mantra ist für all die besonders wertvoll, die viel mit anderen Menschen zu tun haben. Sei es als Krankenschwester, als Arzt, Heiler oder Masseur, oder beispielsweise auch Lehrer/Innen. Besonders diese „Helferberufe“ ziehen täglich viel Negativität auf sich, die wir durch das Feuer-Mantra am Abend wieder entladen können. Wie viele große Heiler und Heilerinnen wurden in der Vergangenheit im Laufe ihrer Heiltätigkeit selbst schwer krank. Sie hatten keine Möglichkeit, keine Technik, zu entladen. Bei jeder Heiltätigkeit saugen wir ein gewisses Potential der krankmachenden Energie unserer Klienten an und müssen es täglich entladen. Das ist das große Geschenk des Feuer-Mantras, welches uns unterstützt, all diese Energien mit Hilfe des Elements Feuer zu Transformieren. Das Feuer finden wir natürlich auch in der Sonne. Gott hat die Sonne wohl zuerst geschaffen, denn ohne sie gäbe es kein Leben auf unserer Erde. So ist sie auch die große „Heilerin“, mit der wir uns über das Feuer – Mantra verbinden. Das Äther – Mantra, das auch Himmels - Mantra genannt wird, verbindet uns beispielsweise mit der Ätherischen Energie der Engel, so dass wir diese einladen, zu uns zu kommen, um uns zu unterstützen. Das Wasser – Mantra hat seine größte Effizienz in allem, was psychischer Natur ist. Es bringt tiefen Frieden und hilft uns bei Rückenproblemen. Eines der Luft–Mantren klärt den Verstand und Deine Gedanken. Es ist ebenso ein großes Heil-Mantra, das bei großen Menschenansammlungen angewendet werden kann.
Orthomolekulare Nährstofftherapie
Der Begriff "orthomolekular" ist griehisch–lateinischer Herkunft. ORTHO heißt soviel wie „richtig“ oder „gut“. MOLEKULAR ist abgeleitet von MOLEKÜL, dem kleinsten Baustein eines Stoffes. Der amerikanische Nobelpreisträger Linus Pauling, der seit vielen Jahren als Vitaminforscher bekannt ist, prägte diesen Ausdruck und definierte ihn 1968 in einem Artikel in der Zeitschrift "Science" folgendermaßen:
„Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“
Wussten Sie, dass Vitalstoffe das Potential haben, Zivilisationskrankheiten vorzubeugen, zu lindern und deren Fortschreiten durch Optimierung der körpereigenen Selbstheilungsmechanismen aufzuhalten?
Die meisten – wenn nicht gar alle – sogenannten Zivilisationskrankheiten sind durchaus vermeidbar. Viele könnten geheilt oder zumindest gelindert werden. In den meisten Fällen spielen unsere Ernährungsgewohnheiten eine entscheidende Rolle, obwohl häufig auch noch andere Aspekte der Lebensweise (mehr ... Philosophie, etc. ) beteiligt sind. Die Bertelsmann Stiftung hat vor kurzem eine Screening-Aktion zur Ermittlung des Mikronährstoff-Status abgeschlossen, bei der über 40 Prozent der Teilnehmer Defizite u. a. bei Zink, Selen, Magnesium und Vitamin B aufwiesen - mit schwerwiegenden Folgen für Immunsystem, Belastbarkeit, Krankheitsanfälligkeit und Lebensqualität.
Auch wenn es in den Industrieländern keinen quantitativen Nahrungsmangel gibt, ist die aus¬reichende Versorgung mit lebenswichtigen Vitalstoffen immer seltener gewährleistet: Ausgelaugte Böden, Umweltgifte, lange Transporte und Lagerzeiten sind oft der Grund, warum Obst, Gemüse und Getreide nicht mehr den ursprünglichen Gehalt an Vitalstoffen besitzen. Auch Zubereitungsarten wie lange Garzeiten zerstören die empfindlichen Vitamine. Wer in Kantinen oder gerne „Fast-Food" isst, wird durch die Nahrung selten ausreichend mit Vitalstoffen versorgt.
Hinzu kommt, dass kein Mensch in seinen Erbanlagen dem anderen gleicht und jeder reagiert auf Ernährungsdefizite anders. Das ist der Grund, weshalb verschiedene Menschen, selbst wenn sie sich auf dieselbe Weise ernähren, unterschiedliche Krankheiten entwickeln.
Was können wir tun?
Die gesundheitsfördernde Wirkung einer natürlichen Nahrung und der in ihr enthaltenen Vitalstoffe (“Lebensstoffe“) basiert auf dem Vermögen des Körpers zur Selbstheilung. Unser Körper besitzt eine komplette innere Apotheke: Ein ausgewogenes Verhältnis von Hormonen, Botenstoffen, Enzymen und anderen vom Körper produzierten Substanzen stellt die Basis für diese innere Apotheke dar.
Eine wichtige Voraussetzung für eine ausreichende Produktion dieser körpereigenen “Medikamente“ ist die optimale Versorgung mit ihren Grundbausteinen. Dazu gehören Aminosäuren, Peptide, Enzyme, Fettsäuren, Phospholipide, Vitamine, Vitaminoide, Mineralstoffe, und Spurenelemente die über verschiedenste Wirkungen verfügen, in einer gesunden Nahrung enthalten aber zum Teil auch selber vom Körper gebildet werden können. Über 100 dieser Vitalstoffe werden von der Orthomolekularen Medizin einzeln und in Kombination als Nahrungsergänzungen eingesetzt.
Die Orthomolekulare Medizin hat das Konzept, Krankheiten dadurch zu verhüten, zu bessern oder zu heilen, dass die molekularen Konzentrationen von Stoffen, die normalerweise im Körper und/oder einer gesunden Ernährung vorhanden sind, sinnvoll variiert werden.
Die Orthomolekulare Medizin ist bei längerem Gebrauch die gesündere Alternative zur üblichen Medikation, stellt aber nicht immer einen Ersatz für die üblichen medizinischen Dauerbehandlungen bei dem zuständigen Arzt dar. In vielen Fällen kommt es zu einer allgemeinen Steigerung der Selbstheilungskräfte bei der einige Dauermedikationen durchaus entfallen können.
Orthomolekulare Präparate sind so konzipiert, dass sie auch bei jeder schweren Krankheit (mehr...) zur Unterstützung der symptomatischen Therapie (zur Verbesserung der körperlichen Funktionen) angewandt werden können.
Sinnvoll eingesetzte orthomolekulare Präparate und Therapien brauchen bei laufenden unum¬gänglichen Behandlungen nicht abgesetzt zu werden, eher umgekehrt! Sie werden hier zu einer wertvollen Unterstützung solch einer notwendigen Behandlung durch eine Verbesserung der Regulationsfähigkeit des Organismus. Häufig kann hier die optimale Wirkung einer Behandlung erst ermöglicht werden, nicht zuletzt durch den Ausgleich verschiedener unerwünschter Nebenwirkungen.
Die gezielte Verordnung von Mikronährstoffen, Nahrungsinhaltsstoffen und anderen im Körper erforderlichen benötigten Vitalstoffen aus hochwertiger biotechnischer Herstellung in Spritzen-, Tabletten-, Kapsel- oder Pulverform bietet dem Orthomolekular-Therapeuten die Möglichkeit, ein spezifisches Vitalstoffdefizit oder einen erhöhten Bedarf des Patienten auf eine direkte, adäquate und einfache Weise zu beheben.
Die Tatsache, dass nach einer kürzeren oder längeren Zeitspanne bestimmte Erkrankungen und Symptome verschwinden können, macht diese Vitalstoffe nicht automatisch zu Medikamenten, auch wenn die Verarbeitungsform der eines Medikamentes ähnelt. Vitalstoffe kommen je nach Zweckbestimmung als Medikamente zur Therapie, als Nahrungsergänzungen zur Ergänzung der täglichen Ernährung oder als sogenannte ergänzende bilanzierte Diäten in besonderen Belastungs- und Lebenssituationen zum Einsatz. Unter Berücksichtigung der medizinischen Forschungen der Psychoneuroimmunologie, meiner nunmehr 20 jähriger Beschäftigung mit der Orthomolekularen Medizin und den verschiedensten unkonventionellen Ernährungsformen biete ich Ihnen praxiserprobtes Wissen aus erster Hand. Wissen, das dazu beitragen kann Ihre Lebensqualität zu verbessern, Ihre Gesundheit zu stärken, Krankheiten vorzubeugen, Körper und Geist zu heilen.
Für weitere Fragen und auch für eine Behandlung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Wirbelsäulen- & Gelenkbehandlung nach Dorn & Breuß
Die Wirbelsäule ist von zentraler Bedeutung für den menschlichen Körper. Sie schützt nicht nur das Rückenmark und ermöglicht den aufrechten Gang, sondern ist auch für den Fluss und die Verteilung der Lebensenergie verantwortlich. Zwischen den Wirbeln verlaufen Nerven, die Gehirn und Rückenmark mit den Muskeln, Organen und Sinneszellen verbinden. Ist ein Wirbel blockiert oder verschoben, wird der Nerv dort gereizt und der Energiefluss empfindlich gestört. Die ausreichende Versorgung des jeweiligen Muskels oder Organs ist nicht mehr gewährleistet. Wirbelblockierungen verursachen nicht nur diverse Rückenleiden, sondern auch zahlreiche Beschwerden, die auf den ersten Blick gar nicht mit der Wirbelsäule in Verbindung gebracht werden. Deshalb ist eine freie unblockierte Wirbelsäule nicht nur für die Aufrichtung und Bewegung wichtig, sondern auch für die Versorgung sämtlicher Muskeln, Gewebe und Organe.
Die Dorn-Methode
Die Dorn-Methode ist nach ihrem Begründer Dieter Dorn benannt, der eine einzigartige Weise des Wirbelrichtens, wie sie in seiner Allgäuer Heimat Tradition ist, zu einer Methode weiterentwickelt hat, die weit über die „normale“ Behandlung von Gelenken und der Wirbelsäule hinausgeht.
Die Dorn-Methode ist eine sanfte Wirbelsäulen- und Gelenkbehandlung, bei der Beinlängendifferenzen , Beckenschiefstände (und in der Folge Skoliose (seitliche Verbiegung der Wirbelsäule)) und Wirbelblockierungen festgestellt und dabei leicht und schmerzlos korrigiert werden können. Das geschieht nicht durch Einrenken, sondern nur durch einige Übungen, die die Aufrichtung der Wirbelsäule und somit eine Wiederherstellung ihrer Statik von unten nach oben auslösen.
Sind Wirbel verschoben, werden diese nicht eingerenkt, sondern der verschobene Wirbel wird während einer langsamen Eigenbewegung des Patienten gefahrlos in die eigentliche Position gebracht. Bänder und Sehnen werden dabei nicht überdehnt.
Die Dorn-Methode ist einfach, sicher und sehr wirksam. Sie ist nicht nur eine Methode zur Wirbelkorrektur, sondern auch eine Methode, um die Versorgung aller Organe und Gewebe zu verbessern.
Diese Art der Behandlung steht im Gegensatz zur Chiropraktik, die die Wirbelrichtung durch einen kräftigen Ruck ausführt. Dies kann in der Folge dazu führen, dass die mit dem Wirbel verbundenen Muskeln bzw. Bänder und Sehnen ausleiern und die Wirbel zukünftig immer häufiger ausrenken.
Die Breuß-Massage
Die Breuß-Massage ist eine sanfte, energetische Rückenmassage, die emotionale und körperliche Verspannungen löst und die Regeneration unterversorgter Bandscheiben einleitet. Entwickelt wurde die Massage von Rudolf Breuß (1899-1990), der ein erfahrener Naturheilkundiger und Volksmedizinexperte war.
Breuß glaubte, dass Patienten mit Bandscheibenschäden und anderen Rückenleiden schmerzlos und ohne Operation zu helfen sein müsste. Im Gegensatz zur medizinischen Lehrmeinung war er der Überzeugung, dass eine Bandscheibenregenation in den meisten Fällen möglich ist. So entwickelte er die nach ihm benannte Massage.
Bei der Breuß-Massage wird die Wirbelsäule durch eine wohltuende Massage vom Kreuzbein bis zur Halswirbelsäule entspannt und gestreckt. Dabei wird Johanniskrautöl für die Nerven- und Bandscheibenregeneration am Rücken einmassiert und verschobene Wirbel gleiten oft von alleine schmerzfrei in die ursprüngliche Position zurück. Diese Massage wirkt energetisierend und ausgleichend. Sie lässt sich auch gut zur allgemeinen Entspannung, Regeneration und Vorbeugung einsetzen.
Die Massage nach Breuß lässt sich hervorragend als Vorbereitung für das darauf folgende Einrichten der Wirbelsäule nach Dorn nutzen.
Wurden Wirbel allerdings bereits häufiger kraftvoll eingerenkt (z.B. durch Chiropraktik) und die Zwischenwirbelmuskeln und Bänder sind dadurch instabil, hilft für einen dauerhaften Erfolgt dann nur eine Rückstärkung und Muskelstraffung/-verkürzung durch spezielle Übungen aus dem Fitness- und Reha-Trainingsbereich.
Hilfe zur Selbsthilfe durch Biokinematik
Von dem Freiburger Arzt Walter Packi wurde eine ganz neue Theorie zu Gelenkschmerzen entwickelt. Hierbei handelt es sich eine Kombination aus einer speziellen Form der Akupressur und Körperübungen, die das muskuläre Gleichgewicht wiederherstellen, Schmerzen beseitigen und eine Regeneration der Gelenke unterstützen. Alle Übungen sind ohne spezielle Geräte im normalen Alltag durchführbar. Die Theorie besagt, das die Ursache für ein schmerzendes Gelenk fast immer durch in einer Verkürzung der Sehnen/Muskeln auf der gegenüberliegenden Seite zu finden sind. So behandelt Dr. Packi Bandscheibenvorfälle mit Dehnung der Bauchmuskelansätze und des Iliopsoas, bei Meniskusbeschwerden untersucht er die Sehnen an der Rückseite des Knies. Dies nur als unvollständige Beispiele, um das Prinzip zu veranschaulichen. Um den Therapieerfolg dauerhaft zu gewährleisten erhält der Patient anschließend spezielle Dehn- und Muskelaufbauübungen, die erheblich von üblichen Trainingsmethoden abweichen. So wird beispielsweise der Bauch in einer speziellen Form aus völlig gestreckter Position heraus trainiert.
Die ganze Behandlungsform basiert auf einem biokinematischen Verständnis des menschlichen Körpers; hierbei geht man davon aus, dass ein Muskel nicht alleine arbeitet, sondern ein Teil einer ganzen Kette ist, die wiederum eine Muskelkette als Gegenspieler hat (www.biokinematik.de) .
Zusammenfassung
Die Beherrschung des eigenen Körpers ist Voraussetzung für dauerhafte Genesung. In den meisten Fällen gelingt die Vermittlung notwendiger Fähigkeiten im Verlauf einiger Stunden.
Maßnahmen gegen Schmerz, Verschleiß, Arthrose, sonstige Krankheiten kann man erlernen. Die Vorstellung, mit zunehmendem Alter zunehmend von Medikamenten und Operationen abhängig zu sein, ist irrig. Durch die o.g. Methoden konnten viele Menschen schon vor Operationen des Meniskus bis hin zu Bandscheibenoperationen bewahrt werden. Ohne Eigeninitiative geht es allerdings nicht. Neue Dinge lernen heißt, über sich hinauswachsen und vorübergehend Unannehmlichkeiten einstecken. Durch Üben wird der Körper erst einmal in eine Baustelle verwandelt. Erst nach Beendigung des Umbaus ist man besser geworden.
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Schamanische Heiltechniken
Schamanismus
Zitat von Herrn Emeritus Univ.-Prof. Dr. Mittermayer, Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Aachen, anlässlich einer Diskussion zusammen mit Dirk Reichel bei der Katholischen Hochschulgemeinde Aachen im Jahre 2001, „Schamanismus und moderne Medizin“:
„Bevor jemand Medizin studiert, sollte er erst einmal Schamanisums erlernen.
Erst dann wird er ein wirklich guter Arzt.“
Zunächst eine weitere erstaunliche Feststellung vorweg:
Schamanismus ist als effektive Methode bei psychosomatischen Erkrankungen
von der WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) anerkannt!
Aber sehen wir zuerst einmal woher Schamanen kommen bzw. was sie machen:
In allen Kulturen gab es Schamanen, die sowohl Heiler, Lehrer als auch Stammesführer waren. Schamane wurden solche Menschen, die sich durch eine erhöhte Beobachtungsgabe in Bezug auf ihre Umwelt und den Vorgängen in den Gemeinschaften sowie durch eine hohe Sensitivität auszeichneten und so über Wissen verfügten, welches sich der Aufmerksamkeit ihrer Mitmenschen entzog. Sie wurden geschätzt und gefürchtet, denn sie taten Dinge, die oft für den “normalen” Menschen unerklärlich waren. Vom Regen-Machen über Beratungen bis zu Heilmethoden, Ritualen und Hellsehen reichten Ihre Aufgaben und Fähigkeiten.
Nicht nur Hexen wurden verfolgt; bis zu Zeiten des ersten Weltkriegs wurden auch in Russland Schamanen von der Kirche verfolgt und bekehrt oder hingerichtet. Doch wurde ein Teil des Wissens über diese Zeit hinaus bewahrt und inzwischen werden die wichtigsten Heilmethoden wieder von den Schamanen, z.B. den Indianern, weitergegeben.
Dabei unterscheidet man etliche Arten von Schamanen: z.B. der Kräuterschamane: Der Schamane ging (oft mit Hilfe von Kräutern) in eine Trance/Halbtrance, betrachtete darin den Patienten, sah die energetischen Muster, die zur Krankheit führten und ging dann in den Wald um die Kräuter zu suchen, die eine entsprechende Ausstrahlung hatten. Die ersten „Kräutertherapeuten“ waren insofern Schamanen und auch die alte chinesische Medizin hatte schamanische Wurzeln.
In einigen Kulturen, vor allem in Südamerika, arbeiten die Schamanen vorwiegend mit Pflanzendrogen. Es gibt auch Rituale in denen Schamanen sich in Trance tanzen, vor Erschöpfung zusammenbrechen und dann Visionen haben. Diese Methoden sind sehr speziell und werden hier üblicherweise nicht praktiziert.
Eine andere und bekanntere Methode ist die Arbeit der Schamanen mit ihren Helfern, den sogenannten Krafttieren und Lehrern, welche dem Schamanen den Heilungsweg zeigen. Im Prinzip waren sie also in der Trance so etwas wie aurasichtig oder medial (DieBach-Blütentherapie von Dr. Edward Bach ist auf diese Weise entstanden.
Schamanische Heilmethoden
Kommen wir nun zu den bekannten schamanischen Heilmethoden. Diese unterscheiden sich grob danach, ob der Patient etwas zu wenig (Krafttier, Seelenanteil) oder etwas zu viel hat (Extraktion erforderlich). Wir unterscheiden also:
1. fehlendes Krafttier
2. Extraktion
3. fehlender Seelenanteil/Seelenrückholung
Grundsätzlich geht der Schamane liegend in eine Trance/Halbtrance (schamanische Bewusstseinsreise), wobei Hände und Knöchel den Patienten berühren. Als Hilfsmittel zur Erlangung der Trance wird meist Musik genutzt, am häufigsten Trommeln, Rasseln oder Didgeridoo.
In dieser Trance/Halbtrance erreicht der Schamane einen Zustand, in dem er die erlebten Informationen der “nicht alltäglichen Wirklichkeit” sofort in die “alltägliche Wirklichkeit” mitnehmen kann. Wäre er in Volltrance, könnte Erlebtes verloren gehen.
Der Schamane ist also ein Mittler zwischen den Welten, egal welche Methoden er anwendet. Daher findet auch die Diagnosestellung in der Trance, d.h. beim Kontakt mit der “nicht alltäglichen Wirklichkeit” statt. Wenn die sogenannte schamanische Reise zu Ende ist, wacht der Schamane auf und erklärt dem Patienten was zu tun ist bzw. was er erfahren hat.
Danach geht der Schamane wieder in Halbtrance und führt mit Hilfe seiner spirituellen Helfer (Krafttiere, Lehrer) die erforderten Rituale durch. In manchen Kulturen übernehmen Schamanen sogar Krankheiten von Patienten und tragen diese dann in schnellerer Form aus. Daher ist es erforderlich dass ein Schamane eine starke Person ist, auf allen Ebenen.
Zurück zu den gebräuchlichsten Behandlungsmethoden:
Zu 1. fehlendes Krafttier
Wenn ein Mensch geschwächt ist, kann es sein, dass er sein Krafttier verloren hat. In heutigen New-Age-Kreisen würde man von spirituellem Begleiter oder Schutzengel mit ähnlichen Funktionen sprechen. Wenn der Schamane dies erfährt, macht er sich auf einer Trancereise auf die Suche nach einem Krafttier. Hat er ein solches gefunden (nach speziellen Merkmalen), so nimmt er dieses mit in die “alltägliche Wirklichkeit” und haucht es dem Patienten ein.
Der Patient muss es dann willkommen heißen. Oft spüren die Patienten in den nächsten Tagen dann dass sie wieder mehr Energie haben und es kann wie bei allen Ritualen zu spontanen Heilungen kommen. Meist begegnet einem das Krafttier in der nächsten Zeit auch immer öfter in Zeitschriften, Fernsehen etc.
Zu 2. Extraktion
Wenn der Schamane auf seiner Reise feststellt, dass der Patient von etwas “Besessen” ist - nicht zu verwechseln mit der kirchlichen Bedeutung des Wortes - muss er dies heraus¬ziehen/extrahieren. Mit “Besessen” kann z.B. gemeint sein, dass sich ein Tier oder Gegenstand als Symbol zeigt, welches nicht in den Körper des Patienten gehört. Zur Behandlung geht der Schamane erneut in Trance, sieht den Gegenstand und zieht diesen heraus. Dies kann eine Weile dauern. Anschließend wird die entstandene Lücke mit “Heilwasser” wieder aufgefüllt.
Zu 3. fehlender Seelenanteil/Seelenrückholung
In vielen Kulturen wird die Seele nicht als ein Ganzes dargestellt, sondern als aus verschiedenen Seelenteilen bestehende Gesamtseele. In der chinesischen Medizin spricht man von 5 Seelen, die genaue Aufgaben haben und über die Elemente den einzelnen Organen zugeordnet sind. Auch im tibetischen Buddhismus wird sehr differenziert, wenn man von der Seele spricht.
Wenn man z.B. von jemanden in der Kindheit terrorisiert oder missbraucht wurde, kann es sein, dass eine übermächtige „Person“ von einem Seelenanteil Besitz ergriffen hat, häufig, weil ihr ebenfalls ein Seelenanteil fehlt. Manchmal sind es sogar mehrere Seelenanteile, die verloren gegangen sind. Auch Vergewaltigungen, schwere Erkrankungen, Operationen (Bewusstseinsverlust) und andere schlimme Erlebnisse können zu einem Verlust eines Seelenanteils führen. (Buchtips: Sandra Ingermann...).
Zur Therapie benötigt der Schamane einen Gegenstand, den der Patient trägt bzw. getragen hat. Diesen nimmt er in die Hand und in seinem geistigen Auge mit auf die folgende schamanische Reise. Den Seelenanteil erkennt er an diesem Gegenstand, der in der Trance mit dem verlorenen Seelenanteil auftaucht. Daraufhin muss der Schamane häufig erklären/verhandeln, damit der unrechtmäßige „Besitzer“ des Seelenanteils versteht und einsieht, dass ihm der Anteil nicht gehört und er ihn gehen lassen muss. Ist die Person im Physischen verstorben, muss der Schamane häufig sogar die entsprechende Seele des Verstorbenen in das “Reich der Toten” begleiten (s.u.). Dann nimmt er den Seelenanteil, hält ihn fest, reist zurück und haucht den Seelenanteil dem Patienten an die Stellen ein, die er vorher gesehen hat.
Es kommt oft anschließend zu dem Gefühl endlich wieder ganz, bewusster und wacher zu sein. Häufig melden sich auch lebende Personen wieder, die mitbeteiligt bzw. betroffen waren und Verhältnisse zu den Menschen verändern sich. Auch der Seelenanteil muss natürlich willkommen geheißen werden und gepflegt werden, damit er sich wieder an den Menschen gewöhnt.
Generell sollte noch erwähnt sein, dass die Bilder in Trance, die der Schamane empfängt oft Entsprechungen sind. Sie müssen nicht übereinstimmen mit der “alltäglichen Wirklichkeit”
Noch ein kurzer Exkurs zum Thema verstorbene Seelen:
Der Schamane sieht in Trance häufig die Seelen Verstorbener und das ist auch völlig natürlich für ihn. Wichtig ist nur, wo er ihnen begegnet, denn sie gehören in das “Reich der Toten”. Wenn diese Seelen irgendwo anders herumirren, geht es ihnen meist schlecht. Dies kann z.B. passieren, wenn ein Mensch plötzlich bei einem Unfall verstirbt und nicht merkt/einsieht, dass er tot ist bzw. hier nicht mehr hin gehört. Sensitive Menschen können solche Seelen bewusst oder unbewusst wahrnehmen. Dies kann solche Menschen spontan so irritieren, dass z.B. beim Autofahren Fehler gemacht werden. Wenn dies an manchen Stellen immer wieder passiert kann dies eine Ursache sein - und evtl. geistern dann immer mehr Seelen dort herum. Auch das ist genauso wie Sterbebegleitung eine Aufgabe des Schamanen, solche Seelen zurück zu bringen wo sie hin gehören, damit sie zur Ruhe kommen können.
Bachblütentherapie
"Behandle die Persönlichkeit und nicht die Krankheit"
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(Dr. Edward Bach)
Dr. Edward Bach lebte von 1886 bis 1936 in England und arbeitete einige Jahre sehr erfolgreich als praktizierender Arzt und hatte auch als Wissenschaftler im Bereich der Bakteriologie beachtliche Erfolge zu verzeichnen. Seine Erkenntnis über den Zusammenhang zwischen körperlichem und seelischem Wohlbefinden wurde durch die Ansicht von Friedrich Hahnemann, Begründer der Homöopathie, bestätigt. Dr. Bach gab 1930 seine Praxis und seine wissenschaftliche Arbeit an der Universität von Cambridge auf, als er hier keine Unterstützung für sein Ziel, eine Volksmedizin zu entwickeln, die jeder anwenden, die eine seelische und geistige Gesundheit schenkt und körperliche Erkrankungen vorbeugt, fand.
Es zog ihn in die ländlichen Gegenden seiner Heimat und hier, in Verbindung mit der Natur kam er zur Ruhe und wurde hellsichtig. Er konnte die Aura von Pflanzen erkennen. Im Laufe der nächsten Jahre auf vielen ausgedehnten Wanderungen fand er 38 Pflanzen, deren Schwingungsenergie alle seelischen Empfindungen beinhalteten und entwickelte daraus seine Bachblütenessenzen. Diese Blüten wirken als Katalysator zwischen Körper, Geist und Seele und können geistige Zustände wie Angst, Misstrauen, Verbitterung etc. ausbalancieren und harmonisieren.
Gleichzeitig war Dr. Bach in der Lage Farben bei erkrankten Menschen zu erkennen, und so stellte er den Zusammenhang von Pflanzen und deren Heilwirkung auf den Menschen dar. Hierbei ging er ähnlich dem homöopathischen Prinzip vor und benutzte keine chemischen Bestandteile der Pflanzen, sondern legte z.B. die Blütenblätter in Tauwasser in die Sonne.
Mit diesen Blüten behandelte er körperliche und emotionale Probleme bei kranken Menschen mit außergewöhnlichem Erfolg. Er komplettierte noch sein System, bis er feststellte, dass er für jede Erkrankung aus seiner Sicht eine Blüte oder Blütenkombination gefunden hatte. Daraufhin verstarb Dr. Edward Bach und hinterließ uns das System der 38 Bachblüten als eine Art „seelische Hausapotheke“.
Als ergänzende Therapie sind Bachblüten hervorragend geeignet. Sowohl in Stresssituationen, vor Prüfungen, bei psychosomatischen Erkrankungen, bei emotionalen Blockaden, zwanghaftem Verhalten als auch unangenehmen Angewohnheiten lassen sie sich hervorragend einsetzen. Als alleinige Therapie reichen sie bei physischen Erkrankungen nicht aus; sie können jedoch als „Verstärkung“ dienen.
Die bekannteste Bachblütenmixtur ist die sogenannte Notfall-Tropfen-Mischung (Rescue Remedy). Ihr Einsatz hat sich bewährt bei z.B. Unfällen aller Art, Verletzungen, nach Bissverletzungen, bei Insektenstichen, bei Schreck-, Panik- oder Angstzuständen, als Beruhigungsmittel vor Prüfungen oder schweren Terminen usw.
Die Behauptung von Kritikern, es handele sich nur um einen Placeboeffekt wird durch die Tatsache widerlegt, dass die Bachblütentherapie auch bei Tieren wirkt.
Qi Gong, Yiquan
ein System der daoistischen Gesundheits- und Lebenspflege
Im alten China bezeichnete man jene Menschen, die mit der Natur im Einklang leben wollten, als Daoisten (bzw. Taoisten) oder „Schüler des Weges“ einer Lebensweise, die ihre Wurzeln in der Philosophie des Weisen Laotse hat. Die Daoisten glauben, daß Die höchste Lebensstufe jene ist, in der Körper und Geist in Einklang mit ihrer natürlichen Bestimmung handeln dürfen. Sie glauben, daß Krankheit und vorzeitiges Altern entstehen, wenn ein Element des täglichen Lebens in Gegensatz zur natürlichen Ordnung stehen, und wenn man diese Element in Ordnung brächte, würden sich Krankheiten selbst heilen und weitere vermieden. Genaugenommen wurde diese Philosophie nicht von Laotse allein entwickelt. Sie war vielmehr das Ergebnis alten chinesischen Denkens, das sich schon lange bevor Laotses Schriften erschienen entwickelt hatte. Diese Vorstellungen wurden später systematisiert und einer bestimmten Quelle zugeschrieben, die uns heute als Laotse bekannt ist, der vermutlich nicht eine echte Person war, sondern das Symbol eines über Jahrhunderte gesammelten Wissens das auf Naturbeobachtung basiert.
Als die Daoisten der Frage nachgingen, was das Wichtigste sei, wenn man ein Leben im Einklang mit dem Rhythmus der Natur leben wollte, stießen sie auf das zentrale Konzept der Lebensenergie Qi (auch Chi oder Ki genannt), der 5 Elemente und der Polarität der Kräfte als Yin und Yang. Während die westliche Medizin nur zwei Steuerrungssysteme anerkennt und behandelt - die Nerven und das über Blutgefäße agierende Hormonsystem kannten die Daoisten ein drittes System: Das Energienetz der Meridiane in denen die universelle Lebensenergie Chi zirkuliert. Traditionelle Heilmethoden in China, Korea und Japan betrachten die Meridiane als wichtigstes funktioanales Netz im menschlichen System, als den entscheidenden Faktor für die Gesundheit, mit dem man sich bei der Behandlung von Krankheiten als erstes und in der Hauptsache beschäftigen muss.
Würden wir uns wie die Tiere bewegen und atmen, so dachten die Daoisten, könnten auch wir Krankheiten vermeiden und unsere Jahre in Gesundheit verbringen. Damit legten Sie den Grundstein für Dao Yin (japanisch: Do In) welches vermutlich eine der ursprünglichen Quellen der heute auch im Westen bekannten Künste wie Qi Gong, Tai Chi Chuan, Aikido, Shiatsu oder Akupunktur ist.
Qi Gong
Qi Gong ist der Oberbegriff für ein großes Spektrum an körperlich/geistigen Übungsmethoden zur Stärkung der Lebensenergie Qi. Diese beinhalten, gesundheitsfördernde Körperhaltungen, Bewegungs-, Kräftigungs- und Dehnungsübungen, Atem-, Selbstmassage-, Akupressur-, Energieübertragungs- und Meditationstechniken. Es gibt verschiedene Formen von Qi Gong. Diese können grob in vier Gruppen eingeteilt werden:
- Nach der Schulrichtung: medizinische, buddhistische, daoistische, konfuzianistische und die Box-Schule.
- Nach der Verwendung: Medizin, Gesundheitsvorsorge und Kampfkunst.
- Nach den Formen: Bewegungs- und stilles Qi Gong.
- Nach der Methode: es gibt sehr viele.
Gemeinsam ist allen Qi Gong - Richtungen, dass sie Atmung mit Körperhaltung und gelenktem Bewusstsein (Yi) verknüpfen. Uns westlichen Menschen können diese Techniken insbesondere bei der Körpererfahrung und der Entspannung helfen. Wer Qi Gong täglich durchführt, kann sich physisch und psychisch bestens trainieren und hat eine gute Chance, gesund zu bleiben. Man wird bei regelmäßigem Üben sehr bald eine Aufhellung der Stimmung bemerken und mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag gewinnen. Die allgemeine Lebensqualität verbessert sich!
Was ist Yiquan?
Im Jahre 1925 entwickelte Wang Xiangzhai (1886-1963), ein berühmter Meister des chinesischen Boxens auf Basis essenzieller und bis dahin geheimgehaltener Inhalte der inneren Kampfkünste so wie uralten Meditationstechniken, körperlich /geistigen Gesundheitsübungen (Qi Gong) und philosophischen Ansätzen aus dem Reich der Mitte, die „Boxkunst des Geistes“ Yiquan (sprich I-Tschuan).
Er fasste viele verschiedene Übungen zusammen, ließ Überflüssiges weg und konzentrierte sich auf das Wesentliche dieser Künste.
Die Besonderheit des Yiquan liegt in der Kombination aus Meditationsübungen in stehenden Positionen, bei denen der Meditierende seine Aufmerksamkeit auf die kleinen, subtilen Bewegungen seines Körpers richtet.
Weitere Trainingsinhalte sind Gehmeditation und bewegte Qi Gong – Übungen die langsam, fließend und entspannt durchgeführt werden. Nach einer anfänglichen Nachahmungsphase werden diese Übungen durch Yi , d.h. mit Hilfe bestimmter Vorstellungen in einem geistigen Zustand geübt, der zwar durch das Bewusstsein gesteuert ist, aber auf tiefer liegende mentale Ressourcen zurückgreift, die sich ansonsten nicht direkt über bewusste gedankliche Bewegungskoordination ansteuern lassen.
Voraussetzung dafür, dass die Übungen eine Wirkung zeigen, die durch die "nackte" Bewegung allein nicht möglich sind. Ein einfaches Beispiel hierfür ist Vorstellung, im Wasser bzw. am Boden eines tiefen Sees zu üben. Dynamische und gymnastische Kampfkunstübungen, die mit und ohne Trainingspartner ausgeführt werden können, runden das Spektrum ab.
Die Partnerübungen haben die Aufgabe, die Sensibilität für den Einsatz von unterschiedlichen Kraftflüssen zu schulen und unsere Arme als Antennen zu benutzen. Dabei lernt man im ersten Kontakt in der Nahdistanz situationsentsprechend zu reagieren (die taktilen Reflexe verbessern). Man lernt, wie man auf vorhandene Druckverhältnisse automatisch reagiert und die Kraft des Gegners kontrolliert, umleitet oder neutralisiert.
Hier verschmelzen Meditation, „Fitness“, Körpertherapie, Selbstverteidigung und Lebenspflege zu einem sinnvollen Ganzen. Indem Yiquan diese Aspekte verbindet, wird es zum einem der wertvollsten Kampfkunst-, Meditations- und Qi Gong-Systeme Chinas.
"Das Gewöhnliche ist das Außergewöhnliche"
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(Wang Xian g-Zhai 1885-1963)
"Y i q u a n
löst den Stress auf
stärkt die Immunkräfte
steigert das Wohlbefinden
stabilisiert das Nervensystem
bringt die Lebensenergie zum Fließen
bringt Körper und Geist ins Gleichgewicht
schafft Erleichterung bei chronischen Erkrankungen
In der Bewegung bist du ein Tiger,
in der Ruhe ein schlummernder Drache."
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(Wang Xiang-Zhai 1885-1963)
"Y i q u a n
verbessert die Reflexe
stärkt die Haltemuskulatur
verbessert die Körperhaltung
erhöht die Bewegungsintelligenz
steigert die Koordination und Mobilität
ist eine „sanfte“ Methode der Selbstverteidigung
beseitigt muskuläre Disbalancen der Bewegungsmuskulatur
lehrt natürliche Bewegungsprinzipien und flexible Reaktionen
entwickelt Ganzkörperkraft ohne ein sichtbares Muskelwachstum"
